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Sonntag, Februar 14, 2010

Assindia Cardinals stellen Weichen für die GFL-Saison

Die Assindia Cardinals haben die Planungen für die GFL-Saison 2010 aufgenommen. Neben den beiden US-Amerikanern Ben Widmyer und Bryant Cornell verstärken fünf Spieler aus der Region die Essener. Neu im Trainerstab ist Erskine Baker.

Erskine Baker wird die Widereceiver der Assindia Cardinals betreuen und zusätzlich als „Speed Coach“ sämtliche Spieler des Kaders positionsgerecht schneller machen. Baker, der hauptberuflich an einer Essener Sprachschule tätig ist, betreut außerdem die Mönchengladbach Mavericks und Düsseldorf Panthers. Seine erste Station in Deutschland waren die Cologne Falcons. In den Vereinigten Staaten entwickelt Erskine seit 2007 Trainingspläne im Auftrag des KLW Athlete Managements.

Nachfolger von Santtu Äyräväinen, der wieder in seiner Heimat Finnland spielt, wird Middle-Linebacker Bryant Cornell. Der 22-Jährige spielte von 2005 bis 2008 für die Oregon State University, er führte seine Mannschaft zweimal zum El Paso Sun Bowl und einmal zum Emerald Bowl. Für den Hobby-Gitarristen hat der Umzug nach Europa nicht nur sportliche Gründe: „I hope to gain a cultural experience by playing football in Germany as well as continue to participate in the game I love.” Zweiter Neuzugang aus Übersee ist Quarterback Ben Widmyer. Der 22-Jährige spielte von 2005 bis 2008 für die Wofford Terriers College-Football.

Zurück in Reihen der Assindia Cardinals ist Thilo Stukator. Sein letztes Spiel für die Essener bestritt der Runningback in der Aufstiegsrunde 2007 gegen die Magdeburg Virgin Guards. Wegen einer Fußverletzung setzte Stukator zunächst mit dem American Football aus und konzentrierte sich auf seine berufliche Laufbahn. Mit dem Bochumer Fabian Steenker konnte ein Quarterback mit Regionalligaerfahrung (Bochum Cadets) verpflichtet werden. Der 25-jährige Polizeibeamte spielt bereits seit 14 Jahren American Football. Dave Nash wechselt von der Landes- in die Kulturhauptstadt. Der 24-Jährige kann als Widereceiver eingesetzt werden. Mit 19 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung ist Runningback Sascha Orlic, der aus der Jugend der Mülheim Shamrocks in den Seniorenbereich nach Essen wechselt. Erfahrung für die Defense Line bringt Christian Poltermann mit. Der 29-Jährige kommt von den Gelsenkirchen Devils.

Donnerstag, September 03, 2009

Am Samstag kommt Essen zum Viertelfinale

Der beste Laufangriff trifft auf den besten Passangriff der Bundesliga / spannendes Spiel wird erwartet
Von Axel Streich

Seit Wochen fiebert man in Schwäbisch Hall dem Viertelfinale um die deutsche Football-Meisterschaft entgegen. Am Samstag ist es nun soweit: Um 16:00 Uhr beginnt die Partie zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Essen Assindia Cardinals im Haller Hagenbachstadion, in der beiden Kontrahenten ein Sieg zugetraut wird.

Es ist Playoff-Zeit und die deutsche Footballszene diskutiert in diesen Tagen wieder wild die Siegchancen in den vier Viertelfinalbegegnungen. Am unsichersten ist sich die Gemeinde dabei bei der Prognosen für die Partie zwischen den Unicorns und den Cardinals und das aus gutem Grund: Laut Bundesliga-Statistik trifft am Samstag in Hall mit der Offense aus Essen der mit 247 durchschnittlichen Rushing-Yards pro Spiel beste Laufangriff auf den besten Passangriff der Liga aus Schwäbisch Hall (299 Passing-Yards pro Spiel). Erwartet wird deshalb ein knappes Spiel mit vielen Punkten.

Das trifft auch die Erwartungshaltung von Unicorns-Headcoach Siegfried Gehrke: "Essen ist ein starker Gegner und ich erwarte ein sehr spannendes Spiel." Gehrke kennt die Stärken seiner Kontrahenten: "Die Cardinals leben vom Laufspiel und das mit großem Erfolg. Sie spielen sehr gekonnt ein variables und schnelles Angriffssystem, das immer gefährlich und schwer zu stoppen ist."

So haben die GFL-Aufsteiger mit dieser Offense auch in der GFL-Nord für einiges Aufsehen gesorgt und selbst den haushohen Favoriten aus Kiel und Berlin in den Punktspielen große Probleme gemacht. Auch deshalb sind die Assindia Cardinals, die in der Tabelle die amtierenden deutschen Meister aus Braunschweig hinter sich lassen konnten, in der GFL-Nord das Überraschungsteam der Saison 2009.

Diesen Titel dürfen im Süden sicher die Unicorns für sich proklamieren. Nach der unglücklichen Saison 2008 hatte kaum jemand damit gerechnet, dass die TSG-Footballer in diesem Jahr sehr souverän die Südmeisterschaft feiern dürfen. Nur drei Punkte musste man abgeben und in Heimspielen ist man 2009 nicht nur zur Freude der Zuschauer im Hagenbachstadion bislang ungeschlagen.

Die erste und seither letzte Playoff-Teilnahme der Essener liegt bereits 23 Jahre zurück. Die Unicorns können hingegen auf sieben Viertelfinal-Spiele in den letzten acht Jahren blicken und einmal (2005) schafften sie bereits den Sprung ins Halbfinale. Dass dieser Erfahrungsvorsprung aber kein Vorteil für die TSGler sein muss, weiß auch Siegfried Gehrke: "Die Cardinals haben als Aufsteiger überhaupt nichts zu verlieren. Der Druck lastet da als Südmeister und Heimteam eher auf uns", meint der Haller Headcoach.

Während die Cardinals am Samstag ohne personelle Sorgen antreten werden, müssen die Unicorns ohne Defense-End Jonathan Spring auskommen. Er musste sich aus beruflichen Gründen bereits im August Richtung Heimat USA verabschieden. In die Startformation der Haller Defense wird deshalb Bruno Michitti aufrücken. Außerdem unterbricht Linebacker Hannes Dierolf eigens für die Playoffs sein Auslandspraktikum in England.
Foto: Dieter Hess

Montag, August 24, 2009

Cardinals verlieren in Dresden

Play-Offs noch möglich
Die Assindia Cardinals müssen um den Einzug in die Play-Offs zittern, haben aber noch alle Möglichkeiten selbst in der Hand. Bei den Dresden Monarchs kassierte der Aufsteiger eine 27:34-Niederlage (14:13, 7:0, 0:14, 6:7), die durch ein schwaches drittes Viertel besiegelt wurde. Vor 1.926 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion waren die Assindia Cardinals den Gastgebern über weite Strecken ebenbürtig. Am Ende stand jedoch die sechste Niederlage in der laufenden Meisterschaft. 24 Stunden später war klar, dass die Play-Off-Ränge aber noch in Reichweite bleiben...

Im ersten Spielabschnitt lieferten sich beide Mannschaften ein Punktefestival. Mit einem Fumble Recovery durch Greg Miletic und einem 3-Yard-Lauf von Ronald Curley legte der Aufsteiger zweimal vor. Die Monarchs antworteten jeweils postwendend, so dass die Assindia Cardinals das erste Viertel mit einem hauchdünnen 14:13 für sich entscheiden konnten. Durch einen 6-Yard-Lauf von Brandon Emeott konnten die Essener die Führung bis zur Pause auf 21:13 ausbauen.

Nach dem Seitenwechsel lief nichts mehr zusammen. Nach einer Verletzungspause von Florian Hartmann war der Bruch im Spiel nicht mehr zu übersehen: Die Hausherren drehten das Spiel mit einem 55-Yard-Run und einem 90-Yard-Interception-Return. Zwar konnte Emeott im Schlussabschnitt einen 23-Yard-Pass von Curley in der Endzone zum Touchdown aufnehmen, doch die Führung wechselte nicht mehr, da Kicker Sascha Jungblut den Extrapunkt verpasste. Beim Stand von 27:27 wechselte der Ballbesitz zugunsten der Gastgeber, die mit einem Touchdown plus Extrapunkt 8:18 Minuten vor der Schlusssirene die Entscheidung erzielten. Die letzten Essener Angriffsversuche verpufften an der 10-Yard-Linie. „Da war mächtig Sand im Getriebe“, ärgerte sich Cardinals-Präsident Wilfried Ziegler. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Dresden war absolut schlagbar. Wir haben den Ball bewegen und passen können. Wir hatten alle Möglichkeiten! Es waren individuelle Fehler dabei, die einfach nicht mehr vorkommen dürfen.“

Aufgrund der Niederlage in Dresden ging der Blick der Assindia Cardinals am Sonntagnachmittag nach Berlin: Durch das 20:7 der Adler gegen die Braunschweig Lions haben die Essener die Möglichkeit, die Niedersachsen im Nachholspiel gegen Dresden noch abzufangen. Am kommenden Samstag kommt es im Sportpark „Am Hallo“ zum Rückspiel gegen die Monarchs. Beginn im Sportpark „Am Hallo“ (Ernestinenstraße 57, 45141 Essen) ist um 15 Uhr. Nicht dabei ist in diesem Spiel Lenni Gödde, der derzeit an einer Handverletzung laboriert. Sebastian Marquard, der wegen eines Magen-Darm-Infektes am Samstag fehlte, sollte in sechs Tagen wieder zur Verfügung stehen.

Die Assindia Cardinals brauchen im letzten Gruppenspiel der GFL-Nord mindestens einen Punkt, um die Braunschweig Lions noch von Platz vier zu verdrängen. Dass der Aufsteiger den amtierenden Meister noch hinter sich lassen kann, ist sicherlich die große Überraschung der GFL 2009.

1. Quarter:
0:6 (Touchdown Miletic), 0:7 (Point After Touchdown Jungblut), 6:7, 7:7, 7:13 (Touchdown Curley), 7:14 (Point After Touchdown Jungblut), 13:14;
2. Quarter:
13:20 (Touchdown Emeott), 13:21 (Point After Touchdown Jungblut);
3. Quarter:
19:21, 20:21, 26:21, 27:21;
4. Quarter: 27:27 (Touchdown Emeott), 33:27, 34:27.
Pressemeldung Assindia Cardinals