Samstag, April 16, 2005

Dort wo der Hammer hängt

Blaue Teufel von Marburger Söldner außer Gefecht gesetzt
Unicorns spießen Drachen auf - Dragons schwäbisch gehörnt

Mit Vehemenz wurden die deutschen Teams aus der GFL von heimischen Vertretern aufgefordert an europäischen Bewerben teilzunehmen. Im EFL Bewerb warten trotz diesen Aufrufs keinerlei Teams aus Deutschland dieses Jahr auf die Vikings und Raiders. Im EFAF-Cup jedoch trafen heute – jeweils auswärts - die Cineplexx Blue Devils auf die Marburg Mercenaries sowie die Danube Dragons auf die Schwäbisch Hall Unicorns. Das Ergebnis: Eine Niederlage und eine handfeste Klatsche.

Marburg Mercenaries vs Cineplexx Blue Devils 42:27 (14:0 7:14 14:6 7:7)
16.04.2005, Kickoff: 15.00h, Georg-Gassmann-Stadion, Marburg/Lahn
Referees: Buys / Ulicny / Springwald C. / Sauer / Worthy

Die Partie zwischen dem GFL Semifinalteilnehmer und dem fünften der letzten AFL Saison verlief über weite Strecken relativ ausgeglichen, wobei die Marburger aber nie in Rückstand gerieten. Zur Halbzeit lagen die Hohenemser bei 14:21 zwar nur einen Touchdown zurück, aber so richtig gefährlich sollte es für die Mercenaries nie werden. Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es sogar als könnten die Gastgeber davonziehen, doch die Gäste aus Vorarlberg kamen noch einmal heran. Beim Stand von 35:27 im letzten Viertel unterlief der Devils Offense der Spielentscheidende Fehler. Eine Interception durch die Gastgeber, gefolgt von einem weiteren Touchdown, führte zum verdienten 42:27 Sieg für den Champion der GFL Süd. Das große Manko bei den Hohenemsern: die noch immer offene Hedacoach Position. Ohne Chef im Büro wird die Firma sportlich wohl kaum schwarze Zahlen schreiben können.

Die Blue Devils haben damit nur mehr eine theoretische Chance auf einen Aufstieg im EFAF-Cup nach der Niederlage im Süden Deutschlands. Aus eigener Kraft kann man es nicht mehr schaffen.

Christoph Piringer (Präsident der Cineplexx Blue-Devils)
„Es war sauknapp. Vier Minuten vor Ende hatten wir an der 50 yard Linie ein first down und im ersten Spielzug eine Interception. Ansonsten würde ich sagen: up and down. Wir wissen auf jeden Fall woran wir nächste Woche arbeiten müssen.“

pressetext: Niederlage der Cineplexx Blue Devils bei Ihrem EFAF-Cup Debüt!

Schwäbisch Hall Unicorns vs Danube Dragons 58:28 (21:12 10:0 13:8 14:8)
16.04.2005, Kickoff: 15.00h, Hagenbachstadion, Schwäbisch Hall
Referees: Bellini / Leidner / Ball / Savicevic / Valenta

Nach dem verhältnismäßig knappen Sieg im Vorbereitungsmatch gegen die Bolzano Giants und der Niederlage gegen die Graz Giants im ersten AFL Match ein weiterer Dämpfer für die Dragons aus Klosterneuburg. Mit mehr als 29 Punkten Unterschied verlor man zuletzt nur gegen den regierenden Eurobowl Champion Chrysler Vikings in der AFL Saison 2004. (07:55, 10:62)

Dem druckvollen Spiel der Deutschen hatten die Drachen in keiner Phase des Spiels etwas entgegenzusetzen. Bereits zur Halbzeit war die Sache bei 31:12 für die Schwaben gelaufen. Auch in Hälfte zwei gingen beide Viertel mit 13:8 und 14:8 an unsere deutschen Nachbarn.

Greg Anderson, erst einige Tage vor Saisonbeginn für den demissionierten Tino von Eckardt als Headcoach vorgestellt, übt sich in Schadensbegrenzung. „Mit der Leistung der Offense bin ich soweit zufrieden, das Laufspiel haben sie gut umgesetzt. Bei der Defense waren zu viele individuelle Fehler, hier müssen wir noch sehr viel arbeiten.“

Für die Dragons heißt das heute bereits, trotzt dieser beschwichtigenden Worte: Auf Wiedersehen, Europa! Die kommende Partie gegen die Winterthur Warriors (ebenfalls schon ausgeschieden) hat nur mehr rein statistischen Wert, da die Schweizer gegen die Unicorns in der Vorwoche gleichfalls nichts zu bestellen hatten. (20:42)

pressetext: EFAF Cup: Schwäbisch Hall Unicorns - Danube Dragons 58:28 (31:12)

Die beiden GFL Teams haben den Österreichern gezeigt wo der Hammer im EFAF Cup hängt. Nämlich definitiv nicht in Österreich.

Es bleibt zu hoffen, dass die beiden heimischen Top-Teams im EFL Bewerb eine bessere Figur machen. Die jeweils spanischen Clubs in der ersten Runde - die Vikings treffen zu Hause auf die Pioners de l`Hospitalet, die Raiders fahren zu den Badalona Drags - sollten aber (noch) kein Stolperstein auf dem Weg nach oben sein.

Kommendes Wochenende treffen die beiden EFAF-Cup Verlierer im AFL Grunddurchgang aufeinander. Dementsprechend brisant die Partie. Beide Vereine stehen in dieser Saison noch ohne Sieg da. Man verlor heimisch, wie auch international. Gemessen an der starken Leistung der Falcons (heute eine knappe Niederlage gegen den Meister) könnte es sich hierbei schon um das Duell Schlusslicht gegen Vorletzten handeln. Derzeit stellen die Teams aus Hohenems und Klosterneuburg keine ernste Gefahr für das Trio Raiders/Vikings/Giants dar und werden sich wohl, sollte sich bei einen der zwei nichts radikal ändern, mit den Kärntnern um den verbleibenden Playoff Platz matchen. Die Begegnung am 23.04. im Happyland wird wegweisend für den weiteren Verlauf der Meisterschaft sein und sollte von keinem Footballfan versäumt werden.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hab ja gesagt dass die DD rote ohren bekommen werden...und das von einer fast rein deutschen mannschaft

Anonym hat gesagt…

Du bist SUPER! aber trotzdem ... auf deine Kommentare ist keiner was neugierig

Anonym hat gesagt…

2 schöne schlappen gegen die deutschen, uiuiui.....

Anonym hat gesagt…

verträgst du die wahrheit nicht? Hochmut kommt bekanntlich vor dem fall mein grüner freund

Anonym hat gesagt…

wieso glaubst du dass ich ein freund der grünen bin? mir gefallen alle farben und ich bin keinem team gegenüber negativ eingestellt!

Anonym hat gesagt…

mir ist nicht bekannt das die dd jemals behauptet hätten alle im efaf cup zu "putzen". also wie so hochmut? Wieso immer dieser dragons hass? Ich verstehs einfach nicht und dabei bin ich auch kein grüner, so wie mein vor-poster

Anonym hat gesagt…

man muss halt akzeptieren dass zw deutschem gfl-mittelmaß und österreichischem mittelmaß noch einiges liegt

Anonym hat gesagt…

der unterschied liegt aber nicht nur zw. ö mittelmaß und d mittelmaß - auch die vikings oder raiders hätten sich gg deutsche teams schwer getan - siehe letztjährige charity bowl - die franken sind übrigens aus der gfl süd abgestiegen -

Anonym hat gesagt…

der unterschied liegt aber nicht nur zw. ö mittelmaß und d mittelmaß - auch die vikings oder raiders hätten sich gg deutsche teams schwer getan - siehe letztjährige charity bowl - die franken sind übrigens aus der gfl süd abgestiegen -

Anonym hat gesagt…

du sagst es!!! Deswegen Deutsche in den Eurobowl-Bewerb!!!! Damit man endlich wieder richtig stolz auf einen eurobowl sein kann

Anonym hat gesagt…

...und sich nicht immer dieses sch... "ja,ja die deutschen sind ja eh nicht dabei" anhören muss

Anonym hat gesagt…

Die Art und Weise der Berichterstattung über die Dragons in ihrer immer wieder negativ formulierten und unguten Form geht hier einigen Leuten schon ziemlich auf den Sack (nicht nur den Dragons)!

Anonym hat gesagt…

Am Boden der Realität...

So sehr man es vielleicht verleugnen will, das vergangene EFAF Wochenende hat gezeigt das Deutschland im Football (leider) immer noch eine Vormachtstellung hat. Dahingehend halte ich die Niederlagen der Devils und Dragons für nicht so dramatisch. Die Unicorns mussten sich in der letzten Saison im Playoff nur dem Deutschen Meister geschlagen geben und sind sicherlich eine enorm starke Truppe welche ich auf dem Level Raisers/Vikings einstufen würde.

Interessant wäre ein Eurobowl bewerb in welchem auch wieder Teams aus Deutschland mitmischen würden. Ja ja ich weiß was jetzt kommt aber Tatsache ist nunmal das ein Eurobowl Bewerb ohne die stärksten Teams (und ich will die Leistung der Vikings in keinem Fall schmälern) nicht wirklich Aussagekräftig ist.

Anonym hat gesagt…

Hier bin ich ganz der Meinung meines Vorposters. Erstens stellen die deutschen Mannschaften noch immer die Spitze des europäischen Amateurfootballs dar, zweitens sorgt das alte Duell Österreich-Deutschland immer wieder für Begeisterung und volle Stadien.
2003 haben die Vikings im Eurobowlfinale bewiesen, daß ein österreichischer Club gegen ein deutsches Spitzenteam wie die Braunschweig Lions bestehen kann. Für mich als Vikings-Fan war das eines der besten Spiele, die ich jemals gesehen habe, obwohl die Wikinger knapp unterlagen. Nachdem nun nicht die Vikings, sondern die Raiders amtierender Meister sind, denke ich, daß sich die AFL weiter verstärkt hat und eine Teilnahme von deutschen Clubs an europäischen Bewerben nicht zuletzt aus erstgenannten Gründen nur eine Bereicherung von EFAF-Cup oder Eurobowl darstellen kann.
Außerdem: wer nie eine über's Häuptl bekommt, hat auch kein Ziel für die Zukunft.