Mittwoch, Juni 29, 2005

J.G. Spider's AFL Power Ranking #5

Jason Galanos, die legendäre Nummer 98 der Chrysler Vikings D-Line, hat im Vorjahr seine Shoulderpads für immer an den Nagel gehangen. Die 207cm lange „Spinne“, wie er wegen seiner langen Glieder auch liebevoll genannt wird, präsentiert als J.G. Spider sein persönliches AFL Power Ranking auf Football-Austria.com. Das ist das letzte Power Ranking für dieses Saison, im kommenden Jahr gibt es eine Fortsetzung.

J.G. Spider’s AFL Power Ranking #5 - AFL here we go

Die AFL hat Ihren Grunddurchgang gespielt und wenn man so die Kommentare in den einzelnen Foren liest müsste man zur Meinung gelangen, dass diese Liga nicht Wert ist beachtet zu werden. Wenn ich jedoch den Grunddurchgang Revue passieren lasse, so war das heuer mitunter der spannendste und auf jeden Fall an Qualität der Spiele beste Grunddurchgang seit Jahren. Von fast allen Mannschaften wurden unglaubliche Leistungen gezeigt - Spiele die Spannung pur, Gänsehaut gepaart mit einigen Nervenzusammenbrüchen (bin mir sicher, dass hier einige Lebensjahre von Coaches, Spielern und vor allem Zuschauern in den Weiten des Mysteriums Leben verpufft sind) produzierten - kleine Auffrischung gefällig? Viks vs Raiders, Giants vs Devils, Raiders vs Falcons, Devils vs Falcons x 2, Devils vs Vikings um nur einige zu nennen. Die Mannschaften haben sich durchwegs über den Saisonverlauf stark gesteigert, vor allem die Playoff Kandidaten sind genau zum richtigen Zeitpunkt am Saisonzenit, womit spannenden Playoffs nichts im Wege steht. Ich freu mich auf nächste Woche, da kann wirklich alles passieren! Vorweg ein dickes Dankeschön an die gesamte AFL für eine der kurzweiligsten Saisonen die ich beobachten durfte (Zuschauen ist mitunter nervenaufreibender wie spielen - meine Lektion für 2005).
Im Playoff ist bekanntlich alles möglich und wer weiß vielleicht gibt’s heuer ein AFL Finale das lautet Devils vs Giants :-)

1. Chrysler Vikings

In der AFL kein Spiel verloren, gilt der amtierende Eurobowl Champion als der Meisterkandidat für 2005. Wenn die Vikings es schaffen ihr Potential zu 100% abzurufen, wird Sie kein anderes Team in der Liga schlagen können - jedoch um 100% abrufen zu können muss in der Mannschaft und beim Coaching alles stimmen. Und wie man Dank Devils letztes Wochenende sehen konnte, reichen 90% + nicht mehr um ein Spiel zu gewinnen, denn für alle AFL Mannschaften gibt es nichts Schöneres und Motivierenderes als die übermächtige purple squad aus der Hauptstadt zu besiegen - egal ob das Spiel einen rechnerischen Wert hat oder nicht. D.h. der Gegner - egal welcher - ist bis in die Haarspitzen motiviert, der Schedule den die Vikings gegangen sind und noch gehen müssen tut sein übriges. Aber wehe allen anderen Teams wenn Odins’ Mannen sich auf Ihre Stärke besinnen, dann ist das höchste der Möglichkeiten eine ehrenvolle Niederlage einzustecken und nicht vollends unter die Räder der Nordmänner zu geraten.

2. Papa Joe’s Tyrolean Raiders

Eine durchwachsene Saison für die amtierende Nummer 1 in Österreich. Viel Licht und viel Schatten hat man im Grunddurchgang zu sehen bekommen. Das Potential der Mannschaft ist jedoch gewaltig - die Piraten sind, wenn Sie es schaffen Ihre Leistung abzurufen, stärker wie die letzten Jahre. Die große Frage ist, wie Coaching und Mannschaft die letzten beiden bitteren Niederlagen - eigentlich schon fast Demütigungen - des Erzgegners die "purple Brut" wegstecken werden. Mit den Devils bekommen die Raiders den sicher unangenehmsten Gegner der AFL, der dazu noch nach dem letzten Wochenende Blut geleckt hat. Trotzdem - glauben die Raiders an sich und Ihre Stärken werden Sie gewinnen und den neuerlichen Einzug in die Austrian Bowl feiern können.

3. Cineplexx Blue Devils

Devils, diese Haudegen aus dem unaussprechlichen Gsiberg werden Ihren Namen zu 100% gerecht. Mit einer fantastischen Einstellung und der notwendigen Taktik hat man die Playoffs erreicht und zwar nicht gerade noch, sondern bombensicher am dritten Platz. Die Hauptstädter hat man fast von ihrem hohen Ross geholt, den amtierenden Meister mehr als gefordert und den Rekordmeister aus Graz eine nervenaufreibende Niederlage beigebracht. Im Westen geht definitiv ein neuer Stern am Footballhimmel auf, einer der vielleicht sogar in den nächsten Jahren die Nachfolge der Dino´s antreten wird können. Und wer weiß, haben sich die Raiders nicht von Ihren letzten Niederlagen erholt, dann kann’s ja heuer schon so weit sein - denn eines ist klar: mit 08/15 Football holt man sich bei den Devils zwei blaue Augen und eine deftige Abfuhr.

4. ÖKO-Box Graz Giants

Waren es bei den Raiders Licht und Schatten so waren es bei den Giganten heuer Himmel und Hölle. Sie sind und bleiben der unberechenbarste Faktor der Liga, nicht mehr so stark wie in vergangenen Zeiten, aber nach wie vor in der Lage Dank den größten heimischen Talente unglaubliche Leistungen abzurufen. Noch dazu scheinen Sie just gegen die (zumindest laut Forenmeinung) so verhassten Legionärstruppen (say we are better than,....) Ihre besten Spiele zu liefern und mit Hilfe des Schedules genau zum wichtigsten Spiel in der laufenden Saison - dem Playoff gegen den Lieblingsgegner Vikings - Ihren Zenit zu erreichen. Dem Falken letztendlich die Federn gerupft, müssen die Vikings aufpassen die Giants nicht zu unterschätzen - denn lasst man die Giganten in Spiel kommen, walzen Sie über einen drüber.

5. Carintihan Falcons

Für mich, neben den Devils, die Überraschung im positiven Sinn der heurigen Saison. Klasse Spiele gezeigt und nur knapp am sehr hochgesteckten Saisonziel gescheitert. Letztendlich musste man dem dünnen Kader Tribut zollen. Ich hoffe, dass für nächstes Jahr oder die nächsten Jahre der notwendige Unterbau gelingt, sei es durch Fusion mit den Cowboys oder Rekrutierung neuer Spieler in allen Leistungsklassen. Jedenfalls liegt die Zukunft des Kärntner Footballs in der nächsten Zeit bei den Falken vom Wörthersee. Viel Glück für 2006!

6. Danube Dragons

Was war den dass? Der totale (unnötige) sportliche Untergang, hervorgerufen durch den ungünstigen Zeitpunkt des Headcoach Wechsels und der offensichtlich totalen Selbstüberschätzung vieler heimischer Spieler. War man Anfangs noch der Meinung die Überlegenheit anderer Mannschaften ist nur aufgrund deren Legionärspolitik zu erklären, ist man hoffentlich zu der Erkenntnis gelangt, dass es mit den Leistungen der Österreicher nicht passt. Wo sind die Leistungsträger vergangener Juniorenzeiten?! Wieso spielen in allen anderen AFL-Teams (Falcons ausgenommen) die Stars der Juniorenzeiten groß auf? - Steffani, Floredos, Grein, Kranz, Grassegger, um nur einige zu nennen. Wieso gelingt diese Transformation nicht bei den Dragons? – Fragen deren Beantwortung in der kommenden Preseason auf den Grund gegangen werden muss, um dann wie Phönix aus der Asche 2006 wieder in der AFL um Siege mitzuspielen (mehr wage ich noch nicht zu sagen).


J.G. Spider’s AFL Power Ranking #1 - Football goes west?!

J.G. Spider’s AFL Power Ranking #2 - Favorites dominates

J.G. Spider’s AFL Power Ranking #3 - ein wahres Farbfurioso

J.G. Spider’s AFL Power Ranking #4 - Alles Psychologie?

Dienstag, Juni 28, 2005

Falcons Headcoach für 3 Spiele gesperrt

AFBÖ Strafsenat erteilt Bradley Stadionverbot

Bob Bradley Carinthian FalconsBob Bradley. Kehrt er Österreich den Rücken?
Foto: Walter H. Reiterer
Robert J. Bradley, Headcoach der Carinthian Falcons wurde für ein Vergehen (besonders schwerwiegende Unsportlichkeit) im letzten Meisterschaftsmatch vom Strafsenat des AFBÖ für ein Spiel unbedingt und zwei Spiele bedingt gesperrt, das heißt: es ist ihm das Betreten des Stadioninnenraumes beim nächsten Match seines Teams untersagt.

Dem Beschluss zu Grunde liegt Bradleys Ausschluss beim Meisterschaftsspiel Carinthian Falcons gegen ÖKO-Box Graz Giants am 18. Juni 2005. Als Begründung gibt der dreiköpfige Senat an, dass nach einer für den Coach unklaren Entscheidung Beschimpfungen und ein Schlag mit einem Ball gegen einen Schiedsrichter folgten.

Dieser Sachverhalt stellt nach Meinung des Strafsenates eine besonders schwerwiegende Unsportlichkeit dar, die aus spezial- und generalpräventiven Gründen einer Bestrafung bedarf. Strafmildernd wurde angesehen, dass es sich um ein Erstvergehen Bradleys handelte.

Ob diese Strafe überhaupt wirksam wird steht derzeit noch in den Sternen, denn ob Bradley im kommenden Jahr in Österreich arbeiten wird gilt als noch offen. Generell ist die Zukunft beider Kärntner Vereine derzeit Gegenstand von Gesprächen im Hintergrund. Falcons und Cowboys wollen wieder zu einem Team fusionieren, im Herbst müssen die Kärntner (wie immer sie dann heißen) laut Wettspielordnung in mindestens zwei Nachwuchsligen an den Start gehen. Verpflichtend ist dabei die Teilnahme bei den Big Boys Juniorenmeisterschaften und einer weiteren Nachwuchsliga um für 2006 eine AFL Lizenz zu erhalten.

Einmal ist keinmal

„Einmal ist nicht genug“

Chiquita Eurobowl XIX Einmal ist nicht genugUnter diesem Motto läuft die PR Aktion der Chrysler Vikings für die Chiquita Eurobowl XIX an. Präsentiert wurde neben dem Plakat und dem Print Sujet (Inserat) auch der Kinospot aus dem Hause phasensprung. Hinter dem „Designbüro für Ideen und Bewegung“ steckt übrigens niemand geringerer als Axel Schwarz, der den Fans der Vikings sicher kein ganz Unbekannter ist.

Der Spot ist, wie auch einige andere Arbeiten von Schwarz zuvor, ein emotionsgeladenes Glanzstück und absolut sehenswert.

Teamnews Vikings: Kartenvorverkauf startet heute

Chiquita Eurobowl XIX Einmal ist nicht genug PlakatDer Blick aufs Plakat ist ein wenig verräterisch. Ja wen haben wir denn da? Sagen wir es mal so: Wir glauben fast es ist der Bruder von Super Mario und Bart Simpson in einem Comic! Gestern machte man noch Witze, heute schon wieder Werbung mit jenen Muskeln, die man anscheinend nur allzu gerne in Dornbach spielen hätte lassen wollen. Man sollte sich mal entscheiden (Witzfigur oder Plakatheroe?), denn der Körper des Mannes ziert nicht zum ersten Mal Sujets der Wikinger. Ist man wirklich so schlimm verliebt?
Heute startet auch der Ticketvorverkauf für das Finale. Die kauft man am besten bei Burger King (Wien, Wien Umgebung und Wiener Neustadt), da dort ein 0,4l Coca Cola gratis dazugepackt wird.

Ansonsten bekommt man sie auch beim Club Raiffeisen. Mit den Kartenpreisen gibt man sich weiterhin moderat und kinderfreundlich. Erwachsene zahlen EUR 15, bis 16 Jahre nur mehr EUR 7 und unter 6 Jahren ist der Eintritt frei.

ORF Termine EurobowlORF Termine:
LIVE SA 9.7. TW1, 14-18 Uhr
Zusammenfassung SA 9.7. ORF1, 0.55-2.40 Uhr (105min)

Wer weder Burger King, noch Raika in der Nähe hat kann Karten für die Chiquita Eurobowl XIX bei Football-Austria.com gewinnen. Am kommenden Wochenende verlosen wir erneut Tickets (der mal gleich 3x2) für diesen Top Event. Die Gewinnspielfrage findet man wie immer am Freitag in unserem Newsletter. Anmelden, mitspielen und gewinnen. Die richtige Antwort zum letzten Gewinnspiel lautete übrigens Freetown. Aus den knapp 200 richtigen Antworten wurde Frau Ingrid Heinrich aus Sistrans gezogen.

Pustamädl ohne Paprika

...oder wie man es schafft einbeinig den Csardas zu tanzen.

Styrian Stallions vs St. Lawrence Giants 70-0

Styrian Stallions St. Lawrence Giants
In Budapest gibt es ein gefährliches Team. Die Giants sind es nicht.
Foto: Charmaine Tina Vökt
Gesehen im schönen aber unbekannten Stallhofen zu Steiermark.
Mit den Styrian Stallions gibt es nun bereits den fünften Versuch, neben den ÖKO-Box Graz Giants ein zweites Team in der Steiermark zu etablieren. Panthers, Falcons, Miners und Longhorns waren die klingenden Namen jener Teams die es zuvor versuchten. Einige Teams konnten sich zwar erfolgreich in diversen Ligen etablieren, jedoch niemals nachhaltig, um heute noch ihre Existenz zu wahren.
Fotos auf unserer Media Seite

Auf ein Neues heißt es nun und dass ein neuer Besen eine verdammt gute Kehrwirkung hat konnten die Stallions gegen einen bis dato in der österreichischen Footballszene noch unbekannten Gegner aus Budapest, die St. Lawrence Giants unter Beweis stellen.
Vor geschätzten 500 Zusehern gab es ein Footballspektakel vom Feinsten. Tolle Pregame Action mit Longest- Fieldgoal Wettbewerb und anderen Attraktivitäten. Bei der Grillbude gab es die leckersten Burger seit langem und der DJ war auch keine Schlaftablette. Gerüchten nach zu urteilen, es handle sich bei den Fleischlaberln um Pferdefleisch durfte man keinen Glauben schenken. Das wäre für die Stallions auch das Sakrileg Nummer 1. Sogar ein gut sortierter Fanshop war zu finden, wobei man für die weiße Krawatte mit dem Stallions Logo erst den Anlass erfinden muss um diese auch einmal verwenden zu können. Mutige Modepioniere solle es aber auch im Land des Kernöls geben. Die hauseigene Cheerleadertruppe namens „Girls United“ – böswillige Cineasten könnten hier ein Plagiat erkennen - heizten den Fans ordentlich ein, so dass man das Drumherum getrost mit „ausgezeichnet“ bewerten konnte.

Das Spiel selbst war leider auf Grund der dramatisch schlechten Leistung der Ungarn nicht gerade der Hammer. Einer äußerst diszipliniert und gut gecoachten Hengstherde stand anstelle einer Schar von Riesen, eher eine desorientierte Gruppe von Footballzwergen gegenüber.
Da fehlte absolut das kleine Football 1x1. Diese Mannschaft ist noch lange nicht so weit ein Spiel zu bestreiten, um als erstaunter Fan auch nur annähernd zu erahnen, dass es sich hier um American Football handelt.

Wären da nicht die schwarz/roten Dressen gewesen, die irgendwie das teuflisch, scharfe Auftreten eines Teams mit Paprika im Blut signalisierten, hätte man durchaus glauben können man hatte es hier mit einem Ausflug attraktiver Pustamädel zu tun. Bereits im ersten Quarter beantragten die Giants beim Stand von 35:00 die Mercy Rule. Das hat es in dieser Kürze des Spielverlaufs auch schon lange nicht mehr gegeben. Die Stallions vermittelten konträr dazu ein ganz anderes Bild. Tolle Läufe durch die Nummer 33, Wernsperger Stefan und sehenswerte Catches von Windisch Bernhard. Wobei Letztgenannter auch für Unterhaltung auf der Tribüne sorgte. Dann nämlich als er nach einem gelungenen Passspiel im Eifer des Gefechtes seine TD Celebration startete. Diese jedoch leider 5yards vor der Endzone. Ein regelkundiger Mannschaftskamerad rettete nach einem 20yard Sprint dankenswerter Weise noch den Ballbesitz der Stallions. Der junge Mann wird sicherlich in Zukunft genauestens die Feldmarkierung studieren bevor er sich wieder seinen Shoulderpad umschnallt.

Generell ist zu erwähnen, dass beim Thema Regelkunde in beiden Teams nicht gerade Vorzugsschüler am Werken waren. Leider kann man das auch vom Headref nicht ganz ohne Seitenhieb behaupten.

Es wäre müßig auf Grund dieses ungleichen Leistungslevels und der Wirkung der Mercy Rule auf die Details jedes einzelnen Quarters einzugehen. Vielmehr zeigte uns das Endergebnis von 70-00 dass es für die ungarische Liga noch ein weiter Weg sein wird um auch nur annährend auf den Leistungslevel der AFL heranzukommen. Ausnahmen wie die Wolves bestätigen dabei die Regel.

So kann man von einer erfolgreichen Heimpremiere der Stallions berichten und auf der anderen Seite von einer eher halbherzigen Leistung unser ungarischen Freunde oder wie ein anwesender Fan trefflich bemerkte, von einem lahmen, einbeinigen Csardas den man da zu sehen bekam.

Wir sind schon gespannt wie sich die Dinge im schönen Stallhofen weiterentwickeln werden.
wolf


Freundschaftsspiel AUT-HUN

Styrian Stallions vs St. Lawrence Giants (HUN) 70-0
26.06.2005, Kickoff: 15.00h, Sportanlage, Stallhofen, 500
Referees: Pfennig / Berger / Fritz / Fauland / Bauer


Football-Austria.com Spielbewertung (max. 10 Balls)
Spielniveau:
Ambiente:
Unterhaltungswert:
Burger Test: frisch, saftig, steirisch

Heiratsantrag auf der Schmelz

Do you want to marry me?

Rose picsbox
Diese Frage stellte ein mutiger Mann seiner Herzallerliebsten während des Footballtages auf der Schmelz am vergangenen Samstag. Ein Anleitung wie man einen wirklich eindrucksvollen Heiratsantrag in Szene setzt und was die Dame dazu gesagt hat, sehen sie in unserem Video „der Heiratsantrag“ (~4min.). Achtung! Der nachfolgende Film ist schwer romantisch, also nichts für echte Kerle, die nur ja nicht beim heimlich Pretty Woman schauen erwischt werden wollen. Foto: picsbox.com

Montag, Juni 27, 2005

Vorsprung durch Technik

Jugend forscht auf der Schmelz

Assindia Cardinals Coach
"Einen Cheesburger und ein Cola light bitte." Deutsche Funker auf der Schmelz.
Foto: Walter H. Reiterer
Nach dem Playoff der Division I zur Mittagszeit fanden Samstag auf der Schmelz noch zwei interessante freundschaftliche Nachwuchsbegegnungen statt. Die Jugend der Vikings traf im ersten Match auf die Spielgemeinschaft Rangers/Invaders, am späteren Nachmittag maßen sich die Junioren der Wikinger mit denen der Assindia Cardinals aus Essen. Die Vikings gaben ihren Vorsprung durch Technik niemals aus der Hand, gewannen das Jugendspiel souverän und trotz Boxenfunks der Cardinals hatten auch die deutschen Gäste das Nachsehen. Die Wiener spielten damit am Wochenende vier Matches in vier Klassen und fuhren vier Siege ein.
Fotogalerie Jugend 1
Fotogalerie Jugend 2
Fotogalerie Junioren
Interview Video (~13min.)

Freundschaftsspiel Jugend

Chrysler Vikings vs AFC Rangers 75-34 (48-20)
25.06.2005, Kickoff: 16.00h, Schmelz, Wien, 150
Referees: Windsteig / Koller F. / Pfennig / Tod / Fritz



Chrysler Vikings AFC Rangers JugendFoto: Walter H. ReitererDie Hitzeschlacht des Division I Halbfinales war kaum geschlagen, als sich schon die Jugendteams der Vikings und Rangers/Invaders am Feld bereit machten. Die im Schnitt an Körpergröße und Athletik überlegenen Spieler der Spielgemeinschaft konnten diesen Vorteil kaum nutzen. Zu schnell und zu wendig die Spieler der Vikings, zu trickreich ihr Spiel für die in Ansätzen ganz brav agierenden Niederösterreicher.

Die Defense auf beiden Seiten löchrig bis nicht vorhanden, öffnete den Offensivabteilungen Tür und Tor. Die Folge waren sehenswerte Offense Spielzüge und jede Menge schöne Punkte. 68 bereits zur Halbzeit, zusammen mit der zweiten Hälfte waren es am Ende ganze109. Freilich die meisten für die Vikings, welche dieses Match klar dominieren konnten. 75-34 der Endstand in einer unterhaltsamen Partie, wenngleich die Kräfteverhältnisse klar verteilt waren. Die Spielgemeinschaft will auch in der kommenden Herbstmeisterschaft als solche antreten und hat dahingehend ein Ansuchen gestellt.


Internationales Freundschaftsspiel Junioren

Chrysler Vikings vs Assindia Cardinals (GER) 42-20
(21-12 / 7-8 / 7-0 / 7-0)
25.06.2005, Kickoff: 18.45h, Schmelz, Wien, 150
Referees: Windsteig / Koller F. / Pfennig / Tod / Fritz


Die Gäste aus Essen nahmen dieses Spiel sehr ernst, was man bereits beim Warm up erkennen konnte. Da spulten die jungen Deutschen fast ein komplettes Aerobic Programm ab, ließen sich von der immer noch hohen Temperatur davon nicht abhalten den Gegnern zu zeigen wie viele Power in Essen bereits vor einem Spiel gemacht wird. Zum Vorbereitungsritual der Cardinals gehören auch gemeinsames Singen und Klatschen (fanden wir sehr schön), nur als dann kurz vor dem kickoff die coaches sich Headsets plus einem scheinbar dazugehörenden sehr wichtigen Gesichtsausdruck aufsetzen, ging es schon recht knapp an die Peinlichkeitsgrenze ran. „One, two, check ? Ok, wir hören uns alle – dann kann es ja losgehen.“ Karl Wurm lakonisch und gleichmütig dazu: „Von mir aus können sie auch einen eigenen Satteliten mitbringen. Ich finde das jedenfalls gut.“

Die Coaches der Deutschen waren mit der Sprechprobe kaum fertig, als es bereits 7-0 für die Vikings stand. Bernd Dittrich erledigte den ersten TD, kurz darauf gelang Sevan Sarian bereits das 14-0. Ein Funkloch, wie scheint, welches alsbald behoben wurde, denn die Nummer 18 der Cardinals konnte danach auf 14-6 verkürzen und bis zur Halbzeit hielten die Gäste das Spiel in Folge offen. Touchdowns von Bernd Dittrich auf Seiten der Vikings und Dominik Dross auf derer der Cardinals ließen ein munteres erstes Viertel bei 21-12 zu Ende gehen und die Seiten wurden erstmals gewechselt.

Chrysler Vikings Assindia Cardinals JuniorenFoto: Walter H. ReitererDominik Kaselovski brachte seine Cardinals im zweiten Quarter gefährlich nahe an die Vikings ran. 21-20 (2 Point Conversion good). Was man aber noch nicht wissen konnte war, dass es sich dabei um den letzten Score der Essener handeln sollte. Gerrit Zeissl legte noch vor der Halbzeit zum 28-20 nach. Nach der Pause fanden die Gäste nicht mehr so recht ins Spiel. Die Wikinger machten auch den Eindruck als seine sie etwas frischer als die Weitgereisten, ließen keine weiteren Punkte mehr zu.

Als bereits das Flutlicht auf der Schmelz die untergehende Sonne unterstützte, waren es wieder Sevan Sarian und Gerritt Zeissl, die den dann doch recht klaren Erfolg für die Vikings sicherten. 42-20 gegen ein GFL Team – eine mehr als anständige Leistung der Wiener Junioren.

Nach dem Spiel setzten die Essener wieder ihre Headsets ab und präsentierten sich ohne Kopfhörer als faire Verlierer und Gratulanten. Was so ein Kopfschmuck alles ausmachen kann. Mit Absicht haben sich die Deutschen die Vikings als Gegner ausgesucht, so Headcoach Andreas Döhring gegenüber Football-Austria.com, denn man spielt gerne gegen starke Gegner. Die Vikings Junioren im Vergleich zur GFL sieht er als Team, welches in der deutschen Liga durchaus eine gute Figur machen würde. Ein Top 5 Team seiner Meinung nach.

Sonntag, Juni 26, 2005

7 Punkte zum Glück

Chrysler Vikings II in der Silverbowl

Norbert JobstmannVikings QB Philipp Jobstmann am Boden. In einem spannenden Match führte er aber sein Team schlussendlich zum Sieg.
Foto: Walter H. Reiterer
In einem hochklassigen und dramatischen Division I Halbfinale bei brütender Hitze brachten die St. Pölten Invaders die hoch favorisierten Chrysler Vikings II an den Rand einer Niederlage. Dort blieb man dann aber (aus Sicht der Wikinger fast wunschgemäß) auch stehen. 40-33 der Endstand - zur Pause hatten die Invaders bei 18-19 die Nase noch vorne, wobei den Niederösterreichern dabei aber noch ein Touchdown unter mysteriösen Umständen aberkannt wurde. Viel Glück hatten also die von Gegner, Hitze und den gähnend leeren Rängen auf der Schmelz irritierten Vikings II, die nur mehr über den Kampf, die Special Teams und ihre numerische Überlegenheit den Sieg nach Hause fahren konnten. Spielerisch waren beide Teams an diesem Tag auf Augenhöhe.

Fotogalerie 1
Fotogalerie 2
Interview Video (~12min.)
Chrysler Vikings St. Pölten Invaders
Foto: Walter H. Reiterer
Nervös, unkonzentriert und fehleranfällig. So gingen die Wikinger in dieses Spiel und so beendeten sie es dann auch. Nur zwischendurch erinnerte das Team phasenweise an die großartigen Vikings II dieser Saison, welche kein einziges ihrer Matches verloren haben. Nur im ersten Match gegen die Steelsharks (ebenfalls auf der Schmelz) kam man einmal in Bedrängnis. Ansonsten wirkten die Spieler um die Coaches Chris Calaycay, Shawn Olson und Takahashi Atkins souverän, bisweilen sogar abgeklärt. Ob es der Rummel um den Spieltermin war der die Herren in Violett gar so aus dem Konzept brachte, die erbarmungslos genau über der Schmelz stehende Sonne, oder gar das offen zur Schau gestellte Desinteresse der Fans, die dem Donauinselfest scheinbar den Vorzug gaben, spielt dabei keine Rolle, denn es war ihr ausgesuchter Tag und ihre ausgesuchte Stunde. Die Invaders hielten das bereits vorher für eine Schnapsidee, sollten damit auch Recht behalten und so erinnerte die Kulisse beim kickoff als wäre man beim Training der Junioren gelandet. Nein, wir waren richtig. Halbfinale Division I.

Es schien alles nach Plan zu laufen als Mariusz Malinowski sein Team mit 6-0 als erstes auf das Scoreboard brachte. Auch konnte die Vikings II Defense den ersten Drive der Invaders stoppen, aber eine Interception, geworfen von QB Philipp Jobtsmann, leitete (eher unverständlich) eine lange Phase der Verunsicherung und Nervosität bei den Violetten ein. Valentin Kopatz konnte ausgleichen, bevor Philipp Jobstmann die Hände von Daniel Kovacs fand und das erste Viertel bei einem Spielstand von 12-6 zu Ende ging.

Im zweiten Viertel glichen die Invaders durch Markus Seitz erneut aus, konnten sogar (vermeintlich) in Führung gehen als ein 78 yards TD Pass von Markus Sandler in der Endzone der Vikings ankam.
Einige Sekundenbruchteile später fiel aber eine Flagge aufs Feld und es kam zu einer sehr späten, höchst selten ausgesprochenen (das erste Mal in dieser Saison überhaupt, wie wir meinen), und daher auch umstrittenen Schiedsrichterentscheidung. Eine pass interference durch den Receiver wurde nach Beendigung des Spielzugs von einem der Referees ausgemacht und die Strafe statt dem Toucjdown brachte Invaders Headvcoach Eldon Cunningham zum ersten Mal auf die Palme. Vikings Präsident Karl Wurm dazu von Football-Austria.com befragt: „Ich war gerade nicht am Platz als der Touchdown passierte.“ Er versäumt auch immer das Beste. Postwendend gingen die Vikings durch Djoe Sebastiao Oliveira Mendes mit 18-12 in Führung und es schien als sei die Gegenwehr der Invaders nun gebrochen. Nur Schein, denn kurz vor der Halbzeit gelang den Niederösterreichern im vierten Versuch ein TD und als die Invaders als erstes Team überhaupt einen PAT verwerten konnten, stand es plötzlich 18-19 aus Sicht der Vikings, die mit verdutzten Gesichtern den Gang in die Kabinen antraten. Die Rotgoldenen feierten dieses Zwischenergebnis fast wie einen Sieg.

Die Prognosen von Laien und Experten zur Pause waren eindeutig: die Invaders werden in der zweiten Halbzeit körperlich eingehen, da sie den Wikingern zahlenmäßig unterlegen sind und einige Spieler durchspielen müssen.

Keine allzu schlechte kollektive Vorhersehung, denn nach Wiederbeginn hatten die Vikings II ihre beste Zeit. Ein kickoff return von Johannes Neusser, ein TD von Roman Meklau und zwei schön heraus gespielte 2 Point Conversions zählen zusammen nach Adam Riese 16 Punkte. Aus dem Rückstand wurde binnen Minuten ein komfortabler Vorsprung (34-19), den man nicht mehr hergeben mochte. Die Invaders gaben nicht auf, wären durch Markus Seitz und QB Markus Sandler noch einmal herangekommen, hätte Thomas El-Badramani zwischendurch nicht noch schnell den Weg in die Invaders Endzone gefunden. In Summe fehlten den Invaders am Ende sieben Punkte zum Glück (Endstand 40-33), umso mehr haderte man mit dem aberkannten Touchdown, zudem es noch eine zweite umstrittene Entscheidung zu Ungunsten der St. Pöltener zu vermelden gab. Im dritten Viertel war nach einem Pass auf der linken Seite Roman Pable mit dem Ball bereits auf und davon, als das Spiel durch einen Pfiff unterbrochen wurde. Alle dachten Pable wäre OB gelaufen – war er aber nicht, was auch die Referees so sahen. Es gab eine Strafe gegen die Vikings wegen eines Holdings. Eldon Cunningham zuckte danach endgültig aus, schoss sein knallrotes Invaders Kapperl durch die Gegend und wollte höflich, aber sehr bestimmt wissen warum der Spielzug unterbrochen wurde? Kein leichtes Spiel für die Zebras dieses Halbfinale.

Fazit
Eines der besten Spiele der Division I bislang, wenn nicht gar das Beste. Gemessen an der Temperatur gingen beide Teams ein enormes Tempo und schenkten sich nichts. Teilweise ging der Trash Talk an der LOS, wie auch so manches Duell, ins Persönliche. Roman Pable ist einer der tollsten Spieler der Division I, aber eine Quasselstrippe am Feld sondergleichen. Dazu ein Vikings Spieler, dessen Namen hier keine Rolle spielen sollte: „Diese Nummer 86 ist ein richtiger Sympathieträger.“ Das fanden wir lustig wie passend, denn auf uns wirkt der Herr wirklich sympathisch – wir müssen uns auch allerdings nicht am Feld mit ihm unterhalten. Die Schiedsrichter konnten jedoch angesichts der schwierigen Entscheidungen die Spielerköpfe in der Hitze halbwegs kühl halten. Direkt nach dem Match ging es in drei Bussen (parkten direkt vor der Schmelz) für alle Spieler der Vikings auf nach Hohenems, wo auch das erste Team heute Nachmittag mit einem Score Abstand das Spiel gegen die Cineplexx Blue Devils knapp (33-38) gewinnen konnte. Die Spieler der Invaders blieben fast zur Gänze auf der Schmelz um die zwei nachfolgende Nachwuchsspiele, wie einen gekonnt ins Szene gesetzten Heiratsantrag (Video folgt), zu verfolgen und als die gröbste Hitze nachließ, fand sich auch noch der ein oder andere Zuschauer auf dem Platz ein. Ein Match, welches sich ein volles Haus mehr als verdient hätte.

Perfekter Footballnachmittag
Vikings Präsident Karl Wurm war mit dem Nachmittag, trotz der übermächtigen Konkurrenz auf der Donauinsel hochzufrieden, ebenso wie der Organisator des „Großkampftages“ Norbert Jobstmann. Zusammen mit Gregor Murth, DJ Frozen Fritz, Platzsprecher Andreas Ubell und dem AFBÖ Präsident Michael Eschlböck beobachtete Karl Wurm mit Argusaugen von seinem leicht erhöhten Beobachtungsstand das Geschehen und sah alles (bis auf den einen Touchdwon eben) um manchmal als Übervater organisatorische Hilfe zu leisten. Eine glatte Sache, zwei harte Spiele und ein wie immer perfekt geöltes Vikings Organisationsrad, das so gerne als Selbstverständlichkeit angenommen wird, haben nicht nur, aber auch dafür gesorgt, dass ein Heiratsantrag nicht ins Wasser fiel. Sie werden es ihnen danken, bis sie der Tod scheidet. Oder der Anwalt.

Das Finale der Division I (Silverbowl) ist damit perfekt. Am 2. Juli treffen auf der Schmelz, wie bereits im Vorjahr, die Chrysler Vikings II auf die Salzburg Bulls. Sollte dieses Finale nur annähernd halten können, was das Seminfinale versprochen hat, kann man sich auf ein gutes und spannendes Spiel gefaßt machen. Am selben Tag findet das AFL Playoff zwischen den Papa Joe's Tyrolean Raiders und Cineplexx Blue Devils am Tivoli statt. Football-Austria.com wird von beiden Partien berichten.

Division I Halbfinale
Chrysler Vikings II vs St. Pölten Invaders 40:33
(12-6 / 6-13 / 16-6 / 6-8)
25.06.2005, Kickoff: 13.00h, Schmelz, Wien, 100
Referees: Berger / Bremser K. / Bremser D. / Praher / Albrecht

Football-Austria.com Spielbewertung (max. 10 Balls)
Spielniveau:
Ambiente:
Unterhaltungswert:
Burger Test: wegen Hitze entfallen

Football-Austria.com MVP:
Markus Seitz (Invaders)