Mittwoch, Dezember 07, 2005

Bärenrechnung beglichen

Bruins sind mit dem Schneider aus dem Schneider

Bär sagt Danke
Spät, aber doch:
Die Bruins haben bezahlt.
Foto: picsbox.com
Wie uns Nachwuchscoach Armin Schneider heute Nachmittag mitteilte haben die Bruins alle ihre Ausstände gegenüber dem Verband beglichen. Der Kassier der Badener persönlich übergab den fehlenden Betrag im AFBÖ Office. Damit haben die Kurstädter ihre dritte und letzte Frist auf den Tag genau eingehalten und sind 2006 mit dabei in der Division I. Schneider wollte von „Retter in letzter Sekunde“ nichts hören und sieht diesen eigentlich ganz wo anders. Nämlich in der Südstadt.

Der 29-jährige Linebacker der Bruins war hörbar erleichtert. „Die Ligasitzung war für mich ein erniedrigendes Erlebnis und der Tiefpunkt meines bisherigen Footballerlebens als Mitorganisator. Hätte ich geahnt was auf mich zukommt, ich wäre entweder nicht hingefahren oder hätte das Geld eingesteckt gehabt. Am Ende war es dann gar nicht so schwer den fehlenden Betrag aufzutreiben. Ich muß meinem Team danken, dem Michi (Anm.: Vizepräsident Michael Altbart), daß er die Sache mit mir durchgestanden hat und jenen Teams die es uns überhaupt noch ermöglich haben einen Aufschub zu bekommen.“

Bei der Ligasitzung am vergangenen Wochenende in Linz konfrontierte man die beiden Vertreter der Bruins mit dem Minus. Das Duo war vom Blitz getroffen, wußte davon nichts und unterschrieb kurzerhand eine Bürgschaft. Es kam zu einer Abstimmung ob man den Badenern noch einmal eine Frist einräumen soll, welche denkbar knapp pro Bruins ausging. Dieses Voting war spannender wie so manche AFL Partie. Vikings, Raiders, Invaders und logischer Weise die Bruins selbst stimmten dafür, Dragons, Steelsharks und Bulls dagegen. Das Zünglein an der Waage – die Rangers. Diese hatten zwei Stimmen zu vergeben, weil sie auch die Wolves vertraten. Die Südstädter entschieden sich für eine Stimmenthaltung, somit ging es 4-3 für die Badener aus.

„Wir können uns nur bei Gerhard Bräuer (Anm.: Präsident der AFC Rangers) bedanken, daß er uns nicht den Todesstoß für das kommenden Jahr versetzt hat, so wie bei den anderen drei Teams, welche uns noch ein Mal eine Chance gaben. Wie man heute sieht, haben wir Wort gehalten. Was davor war, dafür hab ich mich nie verbürgt. Ich verstehe außerdem sehr gut die negative Reaktion der anderen Teams. Hätte man uns heimgeschickt von Linz und gesagt ihr dürft kommendes Jahr nicht spielen, dann könnte ich heute dafür auf niemanden böse sein, außer auf uns selbst.“

Ende gut – alles gut?
Wahrscheinlich, denn außer dem schalen Beigeschmack rund um die Sache selbst, sollte der Schock ein heilsamer gewesen sein. Wir gehen davon aus, daß bei den Bruins nun verstanden wurde, daß es so im kommenden Jahr nicht weitergehen kann. Ihr Präsident Martin Altbart sitzt in Dallas TX, versendet „dachte der Scheck ist doch eh in der Post?“ Nachrichten und zeigt sich gleichfalls „nicht erfreut über dieses Mißverständnis“. War’s die Post, war’s der Scheck oder war’s die Hurrikan Saison? Wie auch immer, sind das alles keine Mißverständnisse, sondern im wahrsten Sinne des Wortes versäumte Bringschulden. Dem Neo Texaner Altbart Absicht vorzuhalten ist absurd, wie auch Betrugsvorwürfe völlig haltlos und aus der Luft gegriffen sind. Martin Altbart ist weder ein Betrüger, noch dumm. Es ist einfach so und wird auch so bleiben, daß man einem Division I Team nicht vorstehen kann, wenn man 8000 Kilometer und einen Ozean entfernt ist, das noch dazu bei solch entscheidenden Momenten. Daher kann man davon ausgehen, daß am Ende dieses Lernprozesses bei den Bruins eine schrittweise „Entmachtung“ ihres derzeitigen Präsidenten folgt. Zumindest operativ und für die Zeit wo er weg ist, denn mit Ansichtskarten und E-Mails wird sich ein Verein nicht führen lassen. Auch nicht vom King of Klapptribünen.

Football-Austria.com wünscht den Bruins nach dem verpatzten Start eine bessere Saison und ihrem exiltexanischen Präsidenten gebetsfreudige Weihnachten in der Baptistenkirche seiner Wahl. Und falls das beten nichts nützen sollte – schaden kann es keinesfalls.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Haben die Giants und Black Lions keine Stimme?

Anonym hat gesagt…

Zur Erklärung: Viks und Raiders spielen mit ihrem Team II in Div I und haben somit in dieser Div ein stimmrecht, und die anderen AFL Teams somit nicht.

Anonym hat gesagt…

... gebetsfreudige Weihnachten in der Baptistenkirche seiner Wahl. Und falls das beten nichts nützen sollte – schaden kann es keinesfalls.
Flehentliche Gebete um einen Schnaps nach dem extrem fetten Zeug in der Baptistenkirche von Conroe, Houston TX hat der Allmächtige bis heute nicht erhört.

Anonym hat gesagt…

Danke an Armin und Michi, und den anderen die denn Spielern eine Chance gegeben haben.
Nur einer der kann beten was er will, es wird im nichts nützen. Weder vor, noch in der Kirche seiner Wahl. Dieses benehmnen und verhalten ist unter jeder würde.Nur der eine hats, und der andere nicht, den da nützt das ganze beten nichts. Er wirds nie lernen.

Anonym hat gesagt…

Kann mir erklären warum die Danube Dragons, Steelsharks und Bulls dagegen gestimmt haben? Was haben die davon?

Anonym hat gesagt…

Einen weniger gegen den sie verlieren können? Weil sportlich sind sie im kommenden Jahr nicht so ganz am Sand wie finanziell.

Auf die Bulls kommt ein eher schwereres Jahr zu, die Steelsharks waren auch nicht grad berühmt und die Dragons werden uns, wie eh jedes Jahr, überraschen.

Zu guter letzt gibt es einen driftigen Grund, den man jeden team das Nein sagte zu Gute halten muss: Weil es gerecht gewesen wäre.

Anonym hat gesagt…

Ich denke Steelsharks, Dragons und Bulls haben nichts gegen die Bruins an sich, aber es kann auch nicht angehen, dass X-Mal Fristen gesetzt werden, und dann eine nach der anderen nicht eingehalten wird. Wenn es alle anderen Vereine schaffen können es die Bruins auch, und wenn nicht, dann sollten diese mal ihre Organisation überdenken, und sehen, ob die richtigen Leute am richtigen Platz sitzen, denn die Spieler eines jeden Vereins sind dann immer die Leidtragenden!

Wennst du eine Rechnung bekommst musst diese auch bezahlen, sonst wirst gepfändet, und auch im AFBÖ und bei den Refs sind Kosten zu decken! Immerhin tut sich nun was in Bezug auf Coach-Ausbildung, und diese wird vom Verband mitgetragen, also von unseren Zahlungen! Is ja nicht so, dass sich der AFBÖ-Vorstand ein fettes Weihnachtsmahl aus den Zahlungen der Vereine macht, und wer ein bisserl Buchhaltung versteht, weiß, dass verzögerte Zahlungen Geld kosten, immerhin wurden ja keine Verzugszinsen verrechnet, oder? Denn 5.000 Mücken am Konto zu haben oder nicht für einige Zeit bringt auch a bisserl was.

Also ich denke das die knappe Entscheidung auch ein Warnschuss sein sollte, dass solche Gepflogenheiten nicht einreißen, sonst wären ja alle, die rechtzeitig zahlen die Deppen, und überlegen sich das in Zukunft, und dann ....!?

Hochachtung vorm Armin und seinen Kollegen, die das irgendwie wieder hingekriegt haben!

Anonym hat gesagt…

Warum dagegen ? Kann ich schon erklären - die "allerletzte" Frist war schon mal anfangs November - zu einem Zeitpunkt als Martin Altbart nachweislich in Österreich verweilte - warum er da die Finanzen nicht geregelt und elegent seinen Präsidentenjob an jemand anderen abgetreten hat, wenn er nach USA übersiedelt - das weiß wahrscheinlich nichtmal er selbst. Aber an der Nase nehmen müssen sich wohl jene, die immer wieder Mahnfristen setzen und verlängern, um diese dann nochmals zu verlängern, die immer damit "drohen" ohne Zahlung gäbe es keine Schiedsrichter und dann bekommt dieses Team sogar die Austragung des Finales zugesprochen......leider ein Beispiel dafür, dass eine gewisse Gutmütigkeit völlig fehl am Platz ist und in Zukunft wird's wohl ein wenig schwieriger sein, einen Zahlungsaufschub zu bekommen - nicht nur für die Bruins.

Anonym hat gesagt…

Wenn man Schulden hat müß man sie begleichen und aus!Noch dazu wenn man schon einige Fristen verstreichen lassen hat!
Wenn man nicht hart durchgreift denkt sich ein jeder "Das ist nicht so schlimm wenn wir nicht zahlen" und alle anderen die immer alles pünktlich zahlen wären dann die blöden! es gibt halt überall Regeln!

Anonym hat gesagt…

Hochachtung vorm Armin und seinen Kollegen, die das irgendwie wieder hingekriegt haben!

07 Dezember, 2005 23:07

Komisch das zwei Personen es in der kurzen Zeit es schafen, die Schulden der Bruins zu begleichen und einer nicht.
Es zählen halt Daten und nicht Worte.
Hochachtung vorm Armin und seinen Kollegen die die Spieler nicht hängen liesen.
Wünsche ihnen eine gute Saison 06.
ps: In denn USA gibt es auch Regeln an die man sich halten muss.

Anonym hat gesagt…

Warum bedanken sich die Bruins /A.Schneider bei den Südstädtern?

Warum bedanken sie sich nicht bei den Teams die für sie entschieden haben?

Die Rangers haben sich nicht mehr und nicht weniger vor einer Entscheidung gedrückt.
Soviel mir bekannt ist heißt es wer ist dafür??
Dann hebt man die Hand
in diesem Fall nicht die Rangers
DAn heißt es wer ist dagegen und auch in diesem Fall nicht die Rangers.
Stimmenthaltungen? dann erst das Votum der Rangers.
Also Dank an die Rangers ist übertrieben.
Bloß hatten sie wohl wieder nicht den Mut sich für die eine oder andere meinung zu entscheiden.

Wenn schon danke an die drei Teams die sich für die Bruins entschieden haben.

Und auch Hut ab vor den drei Teams die sich trauten nein zu sagen weil es ihre Überzeugung war.
Aber sich zu enthalten ist feige auch wenn es schlussendlich glücklich für die Badner ausging

Anonym hat gesagt…

Warum bedanken sich die Bruins /A.Schneider bei den Südstädtern?

Warum bedanken sie sich nicht bei den Teams die für sie entschieden haben?


LIES EINFACH!

Wir können uns nur bei Gerhard Bräuer (Anm.: Präsident der AFC Rangers) bedanken, daß er uns nicht den Todesstoß für das kommenden Jahr versetzt hat, so wie bei den anderen drei Teams, welche uns noch ein Mal eine Chance gaben.

Anonym hat gesagt…

In Zeiten des Onlinebanking finde ich die Ausrede der Scheck wer schon in der Post sowieso lächerlich. Doch so ist man nunhalt in Baden. Imm er den Mund zu voll nehmen.

Anonym hat gesagt…

anmerkung
LIES EINFACH!

Wir können uns nur bei Gerhard Bräuer (Anm.: Präsident der AFC Rangers) bedanken, daß er uns nicht den Todesstoß für das kommenden Jahr versetzt hat, so wie bei den anderen drei Teams, welche uns noch ein Mal eine Chance gaben.

Di Teams werden ja nicht einzeln befragt.
die Rangers hatten einfach keine eigene meinung

Anonym hat gesagt…

Altbart war doch immer schon ein grosser Dampfblauderer. Wollte er nicht vor wenigen Wochen laut FA noch in die AFL? Ist dieser Verein nicht übrigens teil einer "Nationalisierungs-Kommission"? Tolle Aussichten

Anonym hat gesagt…

Altbart war doch immer schon ein grosser Dampfblauderer.
Er plaudert auch, wenn er nüchtern ist.

Anonym hat gesagt…

bei den Bruins ist doch schon seit langem der Wurm drinnen ( nein nicht der PKW)

Anonym hat gesagt…

nein nicht der PKW
Gott sei Dank. Dann besteht ja noch Hoffnung.

Anonym hat gesagt…

Hr. Wurm würde es sicher auch schaffen die Bruins auf ein höheres Niveau zu heben.

Es gab selten einen Funktionär in Österreich der mehr erreichte als Hr. Wurm

Hut ab vor ihnen

ein footballfan

Anonym hat gesagt…

Mit einer Werbeagentur im Rücken und in der mit Abstand grössten Stadt Österreichs ist es auch nicht so schwer wie etwa in Graz, Innsbruck, Klagenfurt oder sogar Hohenems.

Der Wurm hat sicher einiges bewegt aber ehrlich gesagt hat er auch vieles ruiniert. Bevor jetzt wieder einige Diskussionen vom Zaun brechen. Wo stehen denn all die anderen Teams neben den Vikings und vielleicht noch Raiders? Warum dies passiert ist? Ausgelöst vom Wettrüstungswahn und der Besessenheit die Nummer 1 in Europa zu werden um jeden Preis. Der Preis war bzw. ist sehr hoch meine Freunde der Volksmusik.

Anonym hat gesagt…

und juhuu! wir sind wieder beim thema der bösen, bösen vereine, die gut organisiert sind, mit viel arbeit etwas sponsorgeld aufstellen und dann - noch böser - dieses geld sogar dafür verwenden footballerisch besser zu werden.
no further comment...

Anonym hat gesagt…

Ad 19.05

Bitte was genau hat Wurm kaputt gemacht? Meines Wissens nach war er so ziemlich an jedem Projekt beteiligt, auf das nun ganz Österreich stolz ist, bzw. das funktioniert hat. Und das er mit seinem Verein gewinnen will, und das auch tut, ist ihm doch wirklich nicht vor zu werfen. Oder?

Anonym hat gesagt…

und wenn er irgendwo nicht beteiligt war dreht er es so, das es aussieht als wäre es seine arbeit und verdienst.

siehe "football hinter gittern" in gerasdorf.

plötzlich waren es die wiener um hr. wurm die das projekt unterstützten.

selbst wenn es nur ein mißverständnis der medien war, wurde nichts dergleichen unternommen seitens eines hr. wurm, dieses hopala zu berichtigen und die baden bruins als initiatoren des projektes hervorzuheben.

soviel zum wurm,
dem falscher agent.