Freitag, Januar 27, 2006

Unrockbar

Eldon Cunningham nicht mehr Head Coach der Invaders

Eldon Cunningham rockt
Schocker und Rocker: Eldon Cunningham bald ein Bayer?
Foto: Walter H. Reiterer

Lead Gitarrist und Kapellmeister Eldon Cunningham hat in St. Pölten ausgerockt. Bei der Vorstandssitzung am vergangenen Mittwoch, an der Cunningham nicht mehr teilnahm , beschloß der Verein sich mit sofortiger Wirkung vom Texaner zu trennen. Der Vorstand wird über die nähren Gründe erst nach der Spielersitzung am 5.2. berichten, da es hier noch „einiges aufzuarbeiten“ gäbe.

Da ist also etwas im (Anheuser) Busch und das scheint sprichwörtlich im Argen zu liegen. Die kurze „Ära Cunningham“ wird nicht explizit als die Erfolgloseste oder Uninteressanteste der Vereinsgeschichte gehören. Die Coaches Clinic, der Einzug des Teams in die Playoffs, wo es knapp den Vikings II unterlag, der einzige Nachwuchstitel der nicht nach Wien ging, die Akquisition eines potenten Sponsors und ein illustres Teamcamp in seiner Heimat Houston hat die Zeit der Rotgoldenen mit ihm geprägt. Trotzdem hat man jetzt vom virtuosen Spiel des Altrockers die Ohren voll.

Gründe dafür sind eine Menge an kleinen Meinungsverschiedenheiten, zwischen dem Verein und ihrem Ex-Coach, die sich summiert haben. Neben, oder besser gesagt gerade wegen den Erfolgen und Aktionen Cunninghams, hat man sich auch einiges vom Amerikaner „anschauen lassen können“ um es mal umgangssprachlich auszudrücken. Mehr dazu, wenn der Verein den Abgang den Spielern erklärt hat.

Einer der Punkte für die Trennung könnte Cunninghams Inserat im PROactive Sports Management Board sein. Einen Tag nach der Abreise nach Texas bot Cunningham dort seine Dienste als Coach an. Zum dem Zeitpunkt, 14. November 13:25h unserer Zeit, befand sich Cunningham jedoch mit dem Team gemeinsam im Flugzeug von London nach Houston. Als ihn der Verein mit dieser Annonce später konfrontierte, widerrief er sie. Also war sie zwar nicht von ihm, aber für ihn geschrieben worden. Eine sehr seltsame Sache jedenfalls und seither dürfte man nicht nur Cunningham mit Argusaugen beobachtet, sondern sich auch aktiv um Ersatz umgesehen haben.

Nach seiner Rückkehr wurde der Texaner Gerüchteweise mit Bayern in Verbindung gebracht. Am kommenden Samstag findet ein Tryout der Munich Cowboys statt mit einem noch nicht namentlich genannten neuen Headcoach. Just für den Tag kündigte Cunningham an nach München fahren zu wollen um dort Verwandte zu besuchen. Football-Austria.com sprach mit davon am Telefon zu sehr überraschten Cowboys, welche das Engagement nicht bestätigen, aber danach alles über Cunningham von uns wissen wollten. Man werde sich am Samstag nach dem Tryout dazu äußern. Es scheint also möglich, daß Cunningham in Zukunft seine Chili Dogs mit Weißwürste füllen wird und den Stetson gegen die Lederhose eintauscht. Eh alles Wurst und Haut. Wir bleiben dran.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Den Eintrag bei PROactive muß er noch in Österreich geschrieben haben oder seit wann haben sie in den USA Tastaturen mit Umlauten...

Anonym hat gesagt…

wo er recht hat, hat er recht!!

Anonym hat gesagt…

Wenn man mal gesehen hat, wie Umlaut in html aussehen, ist es kein Problem, das manuell hinzubekommen:

ö = & o u m l ;

Anonym hat gesagt…

also hat sich die coaches clinic mit lou holtz und emmit smith auch erledigt oder wie?

Anonym hat gesagt…

@anonym 13:40

Schau dir bitte den HTML-Quellcode an und du wirst feststellen, dass die Umlaute direkt und nicht kodiert geschrieben worden sind.

Aber glaubst du wirklich, dass sich Mr. Cunningham die Mühe gemacht hätte? Mal abgesehen davon, ob er das überhaupt was von HTML wüßte.

Anonym hat gesagt…

Das mit dem Emmitt Smith und Lou Holtz war wahrscheinlich eh ein Fake. Wahrscheinlich haben die Invaders die Clinic deshalb abgesagt.

Weiß jemand, wer wirklich kommen hätte sollen?

Anonym hat gesagt…

14. Jänner: Headcoach verlässt die Vikings.
27. Jänner: Headcoach verlässt die Invaders.
Der Rückstand zur europäischen Nummer 1 ist nur 2 Wochen! Dran bleiben Jungs!

Anonym hat gesagt…

Gefeuert habens ihn, weil er schiach wie die Nacht ist.

Anonym hat gesagt…

mußt ihn ja nicht heiraten wenn er dir nicht gefällt

Anonym hat gesagt…

Ein guter Beweis dafür, dass die Invaders, wohl doch nicht so professionell sind, wie sie dachten zu sein, den eldon zu feuern ist wohl ein fehler.
schade ich mochte den typ, vor allem seine hot dogs.

lg aus wien andy u.

Anonym hat gesagt…

http://www.munich-cowboys.de/news.php?sid=79

Anonym hat gesagt…

Hallo.
Mir kommt so vor als würden sich die meisten hier nicht auskennen!
Wartet einfach die Spielerversammlung der Invaders am 05.02.2006 ab und dann gebt euer Komentar ab. Ich bin ein Invader und gaubt mir, die Invaders brauchen keinen Cunningham!

Anonym hat gesagt…

da kann ich dir nur recht geben! wenn er hinter dem rücken der invaders einen vertrag unterzeichnet, hat er es nicht anders verdient. da helfen ihm seine "zahlreichen erfolge" auch nicht. anmerkung an den herrn reiterer: natürlich mussten Sie wieder einmal derjenige sein, der sich nicht zurück halten kann und wie verrückt losschreibt. ein tipp: warten Sie beim nächsten mal, wie das team agiert und reagieren Sie auf deren meinung. Hochachtungsvoll Anonymus

Anonym hat gesagt…

Quellen behaupten das auch dies mit dem vermeintlichen Hauptsponsor Budweiser nur ein Fake war und nie Geld geflossen ist. Stimmt das?

Anonym hat gesagt…

anmerkung an den herrn reiterer: natürlich mussten Sie wieder einmal derjenige sein, der sich nicht zurück halten kann und wie verrückt losschreibt. ein tipp: warten Sie beim nächsten mal, wie das team agiert und reagieren Sie auf deren meinung. Hochachtungsvoll Anonymus

Geh bitte, das ist ja lachhaft. Der Herr Reiterer weiss über die Interna der Invaders mehr Bescheid als deren Vorstand...

Anonym hat gesagt…

Das mit Budweiser war ganz sicher ein Fake,aber das mit Anheuser-Busch stimmt. Kann ich dir aus erster Hand versichern.

Anonym hat gesagt…

Texaner Eldon Cunningham coacht die Munich Cowboys
29.01.2006 um 16:58



Der Mann hat einen Lebenslauf, von dem wohl jeder Filmregisseur hellauf begeistert wäre. Eldon Cunningham, ehemaliger NFL-Quarterback der New Orleans Saints. Bestes Beispiel für Cunninghams schillernde Karriere: Zwischen 1988 und 1993 trainierte er russische Athleten diverser Disziplinen, die vom Kampf um den eiförmigen Ball überhaupt keine Ahnung hatten. Im Auftrag des US State Departements und des Moskauer Sportministeriums sollte der Texaner American Football in der Sowjetunion populär machen. Ein halbes Dutzend Teams wie zum Beispiel die Moscow Bears hat Cunningham in dieser Zeit quasi aus dem Nichts aufgebaut. Mit der Russen-Kälte des Winters 2006 kam der US-Amerikaner nun nach München: Am Freitag unterschrieb er einen Vertrag für die kommende Saison, am Samstag verschaffte er sich beim Try Out der Munich Cowboys einen ersten Eindruck über den Leistungsstand des Kaders. „Deutschland und die GFL, die das beste Niveau aller Ligen in Europa hat, sind das ultimative Ziel für jeden amerikanischen Coach im Ausland“, sagt Cunningham zu seiner neuen Aufgabe.

Für die Munich Cowboys ist die Verpflichtung des Texaners das gute Ende einer langen und arbeitsintensiven Trainersuche. Cowboys-Präsidentin Ulrike Hollmann, unterstützt von den beiden Führungsspielern Gunther Renner und Patrick Haas, setzten die Meßlatte hoch an: „Wir haben nach einem Offense-lastigen Coach gesucht, der eine eigene Philosophie für den Angriff hat“, sagt Renner zum Profil des neuen Cheftrainers. „Einen, der in der Lage ist, eine komplett neue Offense zu installieren.“ Logisch, schließlich waren die Probleme der Offense in der vorigen Saison kaum zu übersehen. Dass die Munich Cowboys wahrscheinlich schon am 29. April – also früher als im Rahmenspielplan der German Football League vorgesehen – in die neue Saison starten werden, erhöhte die Anforderungen an einen neuen Head Coach noch einmal. „Der Neue sollte sich mit den Verhältnissen in Europa auskennen, kurzfristig verfügbar sein und ein einfaches System schnell installieren können“, sagt Gunther Renner zu den Hintergründen. „Eldon Cunningham erfüllt alle diese Voraussetzungen.“
Zuletzt hat der Texaner die St. Pölten Invaders in der ersten österreichischen Liga geführt. Mit einigem Erfolg, wie man in Österreich gerne bestätigt: „Cunningham ist ein sensationeller Motivator, denn er ist ein Charismatiker“, sagt ein Football-Fachmann eines Online-Dienstes im Nachbarland. Neben diesen jüngsten Referenzen kann Eldon Cunningham auf eine Reihe weiterer, namhafter Fürsprecher verweisen – Jack Pardee aus der NFL Hall of Fame ist der wohl prominenteste. Mehr noch: Cunninghams Sammlung von Titeln im Leistungssport ist groß. Dazu muss man wissen, dass sich der Mann, der mit Payton Mannings Vater in einem NFL-Team stand, im Laufe seines Lebens zu einem Generalisten der Trainergilde entwickelt hat. Zu einem, der es offenbar nahezu jeder Sportart versteht, andere und sich selbst zu motivieren – ob nun im Boxen, beim Softball, Tennis oder Basketball.

Dabei ist ihm zugute gekommen, dass er schon als junger Sportler Trainer-Aufgaben übernehmen musste. „Bei den New Orleans Saints, in der NFL, war ich nur der vierte Quarterback“, erzählt Eldon Cunningham. „Weil ich also selten gespielt habe, bekam ich das Playbook des nächsten Gegners und sollte den Jungs ordentlich einheizen, sollte sie auf das Spiel vorbereiten.“ Das ging so weiter. Neue Herausforderungen hat Cunningham nie gescheut: In Atlanta arbeitete er als Baseball-Trainer, in Houston kaufte einen Tennisklub, in dem er talentierte Spieler auf die ATP-Tour vorbereitete. Erst in den letzten Jahren ist er zum American Football zurückgekehrt, trainierte Mannschaften in England, Italien und Österreich.

Dabei ist es ihm immer wieder gelungen, die sportliche Bilanz des jeweiligen Klubs deutlich zu verbessern. Darauf setzen auch die Munich Cowboys. „Mein Ziel mit den Cowboys in der kommenden Saison ist es, die Play Offs zu erreichen“, sagt der Mittfünfziger, für den das Team alles und der eitle Football Star nichts ist. Der Teamspirit dürfte bei den Cowboys also wieder in den Vordergrund rücken. Und wenn der Kader – wie von Klubverantwortlichen geplant – in den nächsten Wochen noch mit einem US-Quarterback, einem Defensive Back und Receiver verstärkt werden kann, erscheint Cunninghams Ziel auch durchaus realistisch. Den Munich Cowboys bleibe „nicht mehr viel Zeit“, sagt der weltgewandte Texaner, aber dennoch genügend, um „hart und zielgerichtet“ auf den Saisonstart hinzuarbeiten.

Jörg Schmilewski
(Dieser Artikel enthält 784 Wörter und wurde 169 mal gelesen)

Anonym hat gesagt…

Lieber Andy U. aus Wien!

Ein guter Beweis dafür, das du, wohl doch nicht so professionell bist, wie du dachtest zu sein. Einen Headcoach wegen seiner Hot dogs zu beurteilen, ist wohl ein Fehler.

lg aus st. pölten herbert w.

P.S.: Auf seine Hot dogs hättest du heuer auch verzichten müssen. Weil seine Bar aus verschiedensten Gründen nicht mehr aufgesperrt worden wäre.

Anonym hat gesagt…

Hatt in München bereits Vertrag unterschrieben am 29,1,2006 laut HP Cowboys

Anonym hat gesagt…

ich kann beim besten willen den namen cunningham bei den saints nicht finden - wo steht der ??

Anonym hat gesagt…

@ herbert w.

hallo herbert,

hab den eldon nicht nur wegen seiner hot dogs für gut befunden, auf mich wirkte er kompetent, und die invaders haben 2005 mit ihm doch gut gespielt, oder nicht? so einen gehen zu lassen ...

aber ich kenn die hintergünde nicht ..
ich dachte: "die jetzt starten durch , die invaders!mit ihm!"

und ehrlich wie so fährt man mit eldon in die usa, um dann 2 monate später ohne coach da zu stehen...ich frag halt mal vorsichtig

greetz AU

Anonym hat gesagt…

hallo anonymus!
um dich ein bisschen aufzuklären:
als die invaders nach houston geflogen sind, wussten sie nichts über die "Geheimnisse" von coach cunningham. als dieser aber vor ungefähr einem monat auf irgendeiner website (weiß jetzt die adresse nicht auswendig...) bekannt gibt, dass er einen verein sucht, wird er fündig: nämlich Munich Cowboys; er unterzeichnet einen vertrag und plant seinen abschied bei den invaders. nachdem der vorstand dies erfährt wird er (logischerweise) gefeuert!

Anonym hat gesagt…

Und kommt jetzt bitte keiner auf die Idee dem Vorstand Inkompetenz vorzuwerfen, weil er nicht von Anfang an wusste was der Herr Cunningham so treibt. Wär nämlich aus meiner Sicht sowieso zum Scheitern verurteilt, wenn man seinem Headcoach mangels Vertrauen
nachspionieren müsste.

wilber hat gesagt…

ich kann beim besten willen den namen cunningham bei den saints nicht finden - wo steht der ??
Hallo anonymous. Das habe ich ihn auch gefragt. Lies dazu mein Interview mit ihm unter http://www.invaders.at/2003/public_html/article.php?story=20050103220716761. Da antwortet er selbst auf diese Frage.

Anonym hat gesagt…

ich werfe dem vorstand keine inkompentenz vor, ganz im gegenteil ich finde das der vorstand richtig gehandelt hat.
es könnte sein, dass ich mich falsch ausgedrückt habe, aber als ein Invaders-fan bin ich zuversichtlich das sowohl der vorstand, als auch die spieler ihr bestes geben werden, auch ohne cunningham.

Anonym hat gesagt…

Man muss das Positive weiterführen und das Negative besser machen. So einfach ist das.

Anonym hat gesagt…

RICHTIG!!!