Dienstag, Februar 07, 2006

The dodge is the killer

Vikings setzen Maßstäbe

Karl Wurm Vikings Superbowlparty
Dennis Hopper goes Ben Roethlisbeger.
Vikings Präsident Karl Wurm und der Siegerblick.
Foto: wurmundwurm

In unserer Vorschau noch hinter den Superbowlpartys der „Konkurrenten“ in Innsbruck und Graz geranked, gibt es wohl am Tag danach keine Frage mehr wo in Europa (auf der Welt?) der Hammer hängt wenn es um Events und Marketing geht. Die Dodge Vikings, Traditionalisten in Sachen Superbowlpartys, haben mit ihrer Veranstaltung erneut eine deutliche benchmark gesetzt, woran Restösterreich samt Ganzdeutschland nun ein Jahr lang knabbern kann. 2000 Besucher fanden sich im Wiener Marriott ein – dabei hätten noch wesentlich mehr kommen wollen. Es gibt scheinbar kein Limit nach oben, wenn die beiden kongenial agierenden Herrschaften Karl Wurm und Alfred Neugeubauer an ihren Rädchen drehen.

Manöverkritik ausgesetzt
Zwar gibt es, wie sollte es anders sein in Österreich, nach wie vor Kritiker der Wikinger Gigantomie, aber diese verschallt fast ungehört in den Untiefen zwischen der See der Mieselsucht und dem Meer des Beleidigt seins. Konstruktive Ansätze sind Mangelware – wie immer sind die Vikings am Handan- und auflegen, verweigern sich selbstbewußt der Reaktion. Man agiert lieber. Zu teuer, zu wenig Sitzplätze, zu mickriges Vorprogramm, eine nicht präsentierte neue Homepage usw. stehen in Wahrheit einer Ballnacht des Footballs gegenüber die seinesgleichen sucht. Michael Nemeskal, für Football-Austria.com vor Ort und selbst aus der Event Branche, brachte es so auf den Punkt: „Organisatorisch schlicht ein perfekt inszeniertes Spektakel.“ Er bleibt mit dieser Meinung nicht alleine. Michael Lang, ein ehemaliger NFLE Manager, versicherte daß er einen solchen Event weder in Deutschland noch in den USA jemals erlebt habe. Nicht zufällig stellte auch der größte deutsche NFL Merchandising Händler seinen Shop in Wien auf und nicht etwa in Braunschweig, Hamburg oder Berlin. Das spricht eine deutliche Sprache wo für ihn die Musik spielt. Bei den Ösis. Ins selbe Horn stoßen außer den Promis, die natürlich überversorgt nur das Beste zu berichten wissen, auch die überwiegende Mehrheit der „normalen“ Besucher. Die nicht präsentierte Webseite (man wurde damit einfach nicht rechtzeitig fertig) ist für die meisten Footballfans eher nebensächlich. Wichtig war für sie die Stimmung, das Ambiente und die Übertragungsqualität. In diesen nicht ganz unwichtigen Disziplinen haben die Vikings neue Bestzeit aufgestellt und die Latte für die Konkurrenz ganz nach oben gelegt. Spring, wenn du kannst – das Scheitern ist vorprogrammiert, auch wenn das Bemühen der Anderen spürbar ist. Genug Motivation für die Wiener im nächsten Jahr es noch besser zu machen.

Zeltfest 2006?
Selten haben wir einen Alfred Neugebauer so überrascht erlebt. Als er Sonntag Morgen von den Vorverkaufszahlen (Burger King) erfuhr, schrillten beim Manager die Alarmglocken. SOLD OUT! Bitte um Veröffentlichung. Er kündigte dabei gleich mit an im kommenden Jahr neben dem Marriott ein Zelt aufstellen zu wollen. Das Hotel am Ring ist mittlerweile schlicht und ergreifend zu klein geworden. Die Stadthalle 2007 wirft seine Schatten voraus? Jedenfalls hätten die Wikinger gut und gerne 2500 Leute angelockt – ein Teil davon mußte draußen bleiben. Es gab an der Abendkasse keine Tickets mehr.

Die vielen Väter des Erfolgs
Wurm und Neugebauer sind nur die Spitze des riesigen Wikinger Eisberges. Wie kein anderes Team verstehen sie es ehrenamtliche Helfer, bezahlte Professionisten und ihre eigenen Strukturen miteinander zu verweben. Als Karl Wurm den Verein als Präsident übernahm war der fast ausschließlich von Freiwilligen abhängig. Heute ist er das zwar nicht mehr, aber die Treuergebenen gibt es immer noch. Das ist kein Zufall, sondern ein Produkt aus gemeinsamen Überlegungen und Handeln – ein gemeinsamer Erfolg. Wurm läßt keine Gelegenheit aus darauf hinzuweisen und es explizit zu betonen, daß „ohne euch nichts geht“. Angesprochen fühlen sich davon viele. Der Verein und seine Spitze hat Charisma – das spielt er aus und der Erfolg gibt ihnen recht.

Faktor ORF
Hauptsächlich verantwortlich für den Ansturm des Publikums war mit Sicherheit der Medienpartner ORF. Eigentlich haben die Vikings traditionell nicht das allerbeste Verhältnis zum Küniglberg, wobei das relativ zu betrachten ist. Hier gibt es Auffassungsunterschiede die Wertigkeit des Sport Senders TW1 betreffend, aber ansonsten ist man sich bewußt, daß man jeweils die Nummer 1 repräsentiert. Die einen im Football und beim Zuschauerinteresse, die anderen bei der Reichweite und beim Mobilisieren von zusätzlichen Massen. Die TV Spots haben am Ende nicht nur den klassischen Footballfan angesprochen (die erfahren es so oder so), sondern auch eine nicht zu verachtende Zielgruppe von Partywilligen die Football irgendwie „cool“ finden. Die Prominenz erledigt den Rest. Das ist auch dem Sender Pro 7 aufgefallen, der mit einem Kamerateam vor Ort war. Es ist trotzdem nicht anzunehmen, daß es sich um einen kurzfristigen Hype handelt, denn dafür, daß sich der Sport langsam, dafür aber nachhaltig in Österreich etabliert, gibt es eine ganze Reihe von Anhaltspunkten. Die Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den TV Geräten bestätigen ein „Bauchgefühl“ dahingehend. Football kommt langsam aber am Ende gewaltig. Davon sind auch wir überzeugt und ist einer der maßgeblichen Gründe unserer Existenz im Web.

Das Produkt Football
Jenes gibt es nicht in Österreich. Es gibt keine Marke Football. Es gibt auch kein Produkt mit solchem Namen - auch keines, welches den Schriftzug einer Liga trägt. Das Gemeinsame ist kein solches, sondern ergibt sich beim Runterbrechen von Einzelereignissen. Die Marken tragen bis auf einen Fall (Austrian Bowl) ausnahmslos die Namen der Vereine. Marktführer sind eben die Vikings. Sprechen Sie heute mit einem unbedarften Marketingmenschen über Football, dann geht der davon aus, daß man über die Vikings referiert. „Die spielen also in der AFL? Das wußte ich gar nicht. Gegen Deutschland, oder?“ Das haben nicht nur wir selbst bereits einige Male gehört. Weiter westlich färbt sich das Violett in den Gehirnen auf Schwarz um, aber auch wenn die Raiders den Tiroler Strategen ein klarer Begriff sind, so bleibt Football selbst etwas schwammig Undefiniertes. Danach gibt es viele kleinere oder größere Submarken, die jeweils ihre Partner finden oder auch nicht. Noch am besten aufgestellt sind dabei die Blue Devils, welche ihren Karl Wurm in Form von Christoph Piringer gefunden haben. Beide verbieten sich einen Vergleich (Frechheit!), doch wer das Duo kennt, kann neben dem was sie trennt, auffällig viele (und scheinbar völlig zufällige) Gemeinsamkeiten erkennen. Das meinen wir nicht böse, es fällt nur stark auf. Wir wollen das nicht weiter vertiefen – glauben Sie uns einfach, daß dem so ist. Alle anderen „grundeln“ herum und versuchen das Beste aus dem Vorschub den die Großen leisten zu machen. Die Giants, als Beherrscher des Footballs über mehr als ein Jahrzehnt, schossen sich leider vor kurzem selbst ein wenig ins strategische Knie, sind aber trotzdem noch irgendwie am Weg. Die „Viererbande“ der Black Lions - Manfred Mocher, Christa Sumnitsch, Alfred Reiner und Egon Katnik – kämpfen sich tapfer durch den Neuaufbau, aber ihrer Zeit wird (wenn überhaupt) erst viel später kommen. Die Dragons nahmen sich ihr traditionelles Timeout und stehen gemeinsam mit acht anderen in der zweiten Liga, welche nur mehr für lokale Sponsoren und Partner interessant scheint. Zu wenig Zuschauer und das Medieninteresse ist überschaubar. Die Frage ist: Wollen die Teams das eigentlich?

Zum einen sind sie mal selber „Schuld“. Der Grund warum es kein Produkt Football gibt ist der, daß die Inhalte im Päckchen nicht klar gemacht werden können. Zufällige und teilweise selbst verordnete Ab- und Aufstiege sind dafür ebenso verantwortlich wie plötzliche Katastrophen. Sicherheit geben da nur die Vikings, Raiders, Giants und Blue-Devils. Auch die Dragons, die aber nun sicher nicht mehr oben dabei sind. Alle anderen bewegen sich eher orientierungslos durch die Gassen. Teams wie die Invaders, Thunderbolts, Bulls oder Bruins steigen nach Gusto auf- oder wieder ab, in Kärnten trennt man sich um danach zu fusionieren, Vereine wurden in den letzten Jahren gegründet, eingestampft und dann wieder neueröffnet. Beispiele dafür gibt es zuhauf. Was würden Sie, angenommen Sie wären der Marketing Manager der AFL, einem potentiellen Sponsor antworten, wenn der sie fragt welche Vereine in den kommenden 5 Jahren in der AFL spielen werden? Sie würden es ihm guten Gewissens nicht sagen können. Sie können ihm daher nichts Substantielles verkaufen, außer der medialen Omnipräsenz einiger weniger. Das ist vermutlich zu wenig um zu überzeugen.

Zum anderen erwecken die großen Fische im Teich nicht zwingend den Eindruck an einem starken Verband, einer (finanziell) unabhängigen und mächtigen Liga großartig interessiert zu sein. Ihr Interesse gilt dem Hemd und nicht dem Rock und das ist weder verwerflich noch abnormal. Es ist logisch. Ein Kardinalsfehler daher, daß der Verband fürderhin personell mit Vereinsgranden bestückt ist, deren Dasein unter Anderem den individuellen Zweck des Flach- und bei sich Haltens des Marketingballs erfüllt. Eine Meinung, der sich weder ein großer Verein (logisch), noch der Verbandspräsident Michael Eschlböck anschließen wird. Aber gerade der ist der „Leidtragende“ der Sache, wäre sie so wie beschreiben. Der AFBÖ hatte vor Jahren mal einen sehr fähigen jungen Mann eingestellt. Der war nicht nur ein Meister bei der Akquisition von Sponsoren, sondern knallte den Medien naive Zweizeiler hin, welche sie bereitwillig replizierten. Zusätzlich erwies er sich noch als organisatorisches Ausnahmetalent und gesundheitsbewußter Workaholic. Ein Glücksfall also? Nicht ganz, denn seither er seine Talente unter Beweis stellen konnte, arbeitet Alfred Neugebauer für die Vikings und nicht mehr für den Verband. Eben dort wo die „größte Superbowlparty Europas“ veranstaltet wird. Heute bereits eine Einnahmequelle der Extraklasse. Das, wie einige anderen „Vorgänge“ im Umfeld, sollten den Werbefachmann Eschlböck zumindest schon mal zum Nachdenken angeregt haben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Intressiert keinen!

Schreib lieber welche spiele der orf bez. TW1 von der AFL schon fix überträgt!

Und welche er nächstes jahr von der NFL zeigt! Hoffentlich PATRIOTS spiele denn Patriots rockt!!

Anonym hat gesagt…

wäääääääääää die patriots sind schwul!!!!!!!!cardinals rocken!!

amadeus hat gesagt…

Ich würd diesen Bericht jetzt mal mit einer schönen großen Torte made by Fishfinger vergleichen ....

Es gibt Leute die wollen nur die Torte genießen und es ist ihnen wurscht wie sie gebacken wurde oder von wem ....

Nur ohne das richtige Rezept und einen Bäcker der sein Handwerk versteht wird es auch keine Torte sondern lediglich einen harten ungenießbaren Teig geben, den dann sicher keiner will ....

In diesem Sinne hoffe ich für den österr. Football nein besser gesagt für den Amateurfootball in Europa daß es zukünftig viele neue Köche geben wird , die Ihr Handwerk gut lernen werden , auch wenn man das Risiko eingeht, daß zu viele Köche den Brei in unserem Fall Torte möglicherweise verderben ....

Anonym hat gesagt…

Intressiert keinen!

Schreib lieber welche spiele der orf bez. TW1 von der AFL schon fix überträgt!

Schon wieder ein Komiker der meint per Du mit allen zu sein.
Den Überttagungsplan hat er noch dazu überlesen.

Anonym hat gesagt…

Intressiert keinen!

Das täuscht. Es überschreitet nur deinen Horizont um 200%.

Anonym hat gesagt…

Gott seis gedankt, hat es sich Football-Austria zu eigen gemacht auf Schwachköpfe (wie den Erstposter)nicht zu hören. Sensationeller Artikel!

Anonym hat gesagt…

patriots rockt! Der Plural ist im Singular so arm wie du selbst.

Anonym hat gesagt…

lol vorposter
@erstposter patriots sind schlimm
@zweitposter caridnals sind noch schlimmer

Anonym hat gesagt…

es ist unbestritten, dass das, was die Vik's für den Footballsport getan haben und noch immer tun, hervorragend ist - daran aber den Rest von Football-Österreich zu messen - nun ja, da wird man sich wohl die Zähne ausbeißen und nix wird dabei rauskommen. Man muß sich wohl damit abfinden, dass es so wien in anderen Sportarten, ein, vielleicht zwei oder max. 3 Spitzenteams mit hervorragendem Marketing gibt - der Rest ist das "normale Leben", ist Football-Österreich und ist vor allem mindestens genauso zu respektieren - denn dort wird auch harte Knochenarbeit nach besten Möglichkeiten geleistet, das sollte man nie außer acht lassen.

Anonym hat gesagt…

mir wurscht was ihr alle sagt!

PATRIOTS rocken trotzdem!

Anonym hat gesagt…

Bobschi waschen

winjester hat gesagt…

Beste Bildunterschrift 2006, so far.
"Dennis Hopper goes Ben Roethlisberger"
:-)))))

Anonym hat gesagt…

Bildtext des Jahrzehnts würde ich sagen sensationell....

Anonym hat gesagt…

andere frage:
sind diese saison dunkle visiere erlaubt oder nur die weißen?

amadeus hat gesagt…

schau mal auf www.football-forum.at da steht was im offtopic darüber ...

Anonym hat gesagt…

danke
soweit ich das jetz verstehe sind die smokeeyeshields jetz auch net erlaubt? oder kommt da jetz wieder eine andere regelung??

Anonym hat gesagt…

erlaubt sind nurmehr die, die klar und durchsichtig und farblos wie Fensterglas sind.

Anonym hat gesagt…

dankeschön

Anonym hat gesagt…

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