Dienstag, Februar 07, 2006

Eigentlich sind wir froh

Invaders (er)klären Cunningham Abgang

Günter Zanker Invaders
Günter Zanker kann wieder Lachen. Der neue Headcoach steht vor der Tür.
Foto: Walter H. Reiterer

Am Tag der Superbowl sprach der Vereinsvorstand der St. Pölten Invaders zu Spielern und Funktionären um die Hintergründe der Trennung von Head Coach Eldon Cunningam zu erläutern. Die Aktiven nahmen das laut Invaders CEO Günter Zanker „gefaßt und gut“ auf, bei der gemeinsamen Besprechung traten noch „einige Überraschungen“ zu Tage. An einer öffentlichen Schlammschlacht ist man nicht interessiert, aber einige Dinge will man noch einer „genaueren Prüfung unterziehen“. Der designierte Prüfling Eldon Cunningham residiert mittlerweile bereits in seinem neuen Appartement in München.

„Für uns ist das keine einfache Situation.“ erklärt Günter Zanker. „Cunningham hat einen neuen spirit in den Verein gebracht, aber gerade zuletzt sich ein paar Dinge geleistet, die einem Trainer nicht würdig sind. Als Resümee könnte man sagen: Wir sind froh, daß er bei uns war, aber eigentlich sind wir froh, daß wir ihn wieder los sind. Wir werden schon bald den neuen Headcoach der Invaders präsentieren und der wird kein schlechter sein.“

Die „paar Dinge“ wollte Zanker nicht näher erläutern, ließ aber durchblicken, daß einige Kommentare zu den Berichten über Cunningham auf Football-Austria.com wohl in die richtige Richtung zeigen. Cunningham hat sich demnach von Spielern Geld ausgeborgt und bis heute nicht zurückgegeben. Auch einige private Rechnungen Cunninghams dürften unbeglichen sein. Die Gesamtsumme der Ausstände sei eine „ordentliche“. Was ihm abgesehen von den Finanzen noch wesentlich schlimmer angerechnet wird: Er hätte sich bei den Spielern nicht verabschiedet.

Dazu Zanker weiter: „Wir sind im Laufe der Debatte auf einige Überraschung gestoßen und haben nun einen Überblick was so passiert ist in den letzten Monaten. Einiges davon werden wir einer genaueren Prüfung unterziehen und Cunningham gegebenenfalls auch daran erinnern. Jedenfalls wird der Verein nicht für alles gerade stehen was da gelaufen ist.“

Steht also demnächst das Inkasso Büro oder gar der Exekutor in München ante portas? Jedenfalls scheint das nicht ausgeschlossen zu sein.

Cunningham selbst befindet sich bereits in München, wobei er eigentlich bis Ende Februar in Österreich bleiben wollte. „Ich bin am 26. Jänner darüber informiert worden die Wohnung bis zum 1. Februar zu räumen. Das Auto wurde mir sofort weggenommen. Ich fuhr also mit dem Zug nach München, trainierte mit dem Team (Anm.: Munich Cowboys), unterschrieb einen Vertrag, fuhr am Wochenende zurück nach St. Pölten, räumte die Wohnung und dann fuhren wir gemeinsam wieder retour nach München. Eine stressige Situation. Ich hab mich bei einigen Jungs noch verabschiedet, allerdings nicht beim ganzen Team.“, so Cunningham der, wie er selbst sagt, sich in München ausgesprochen wohl fühlt und auf die kommenden Aufgaben bei den Cowboys sehr freut.

Jedenfalls sang der Texaner bei der Superbowlparty der Cowboys ein selbstkomponiertes Lied über die Münchner, was die Bayern, des Gesanges lustig wie sie nun mal sind, von den Qualitäten ihres neuen Headcoaches sofort überzeugt hat und der dort ab sofort nur mehr unter dem Synonymen „NFL-Altstar“ oder „der ehemalige NFL-Quarterback“ firmt. Herrlich.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

He, der selbe Schmäh wie bei uns. Anfangs wollte er auch uns mit einem "selbkomponierten Liedchen" beeindrucken. Wahrscheinlich, das selbe Lied nur statt Invaders, halt mit Cowboys. Ein Brüller!

Anonym hat gesagt…

offene Beträge? Da wird geholfen :

www.russisch-inkasso.de :-)

Anonym hat gesagt…

Fürchte nur, dass der Schuldner noch in seiner Moskauer Zeit mit den zwielychtigen Tüpen Wodka getrunken hat. Drink or die.

Anonym hat gesagt…

na dann schreibt doch mal alles und tut nicht so gschamig. wäre doch mal richtig interessant!!!!!!!!!!!!